Kündigungsfristen TVöd §34 und BGB §622

Antwort vom

Die Kündigungsfristen im TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) und im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind unterschiedlich geregelt. **TVöD § 34**: Dieigungsfristen im TVöD richten sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist für beide Seiten vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Bei längerer Betriebszugehörigkeit verlängern sich die Fristen: - 2 Jahre: 1 Monat zum Ende des Monats - 5 Jahre: 2 Monate zum Ende des Monats - 8 Jahre: 3 Monate zum Ende des Monats - 10 Jahre: 4 Monate zum Ende des Monats - 12 Jahre: 5 Monate zum Ende des Monats - 15 Jahre: 6 Monate zum Ende des Monats - 20 Jahre: 7 Monate zum Ende des Monats **BGB § 622**: Im BGB sind die Kündigungsfristen ebenfalls nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit gestaffelt. Die Grundkündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Bei längerer Betriebszugehörigkeit gelten folgende Fristen: - 2 Jahre: 1 Monat zum Ende des Monats - 5 Jahre: 2 Monate zum Ende des Monats - 8 Jahre: 3 Monate zum Ende des Monats - 10 Jahre: 4 Monate zum Ende des Monats - 12 Jahre: 5 Monate zum Ende des Monats - 15 Jahre: 6 Monate zum Ende des Monats - 20 Jahre: 7 Monate zum Ende des Monats Zusammenfassend sind die Kündigungsfristen im TVöD und im BGB ähnlich, jedoch können im TVöD spezifische Regelungen und Abweichungen bestehen, die in den jeweiligen Tarifverträgen festgelegt sind.

Kategorie: Recht Tags: Kündigung Fristen Recht

Verwandte Fragen

Wann darf ein Vermieter nach schweizerischem Mietrecht statt mit drei Monaten schon mit einem Monat kündigen?

Bei einer Wohnung darf der Vermieter die normale 3‑Monatsfrist nicht einfach auf 1 Monat verkürzen; eine Kündigung mit 30 Tagen ist nur als ausserordentliche Kündigung in gesetzlich ger...

Kann ein befristetes Dienstverhältnis in Österreich durch Dienstnehmerkündigung beendet werden?

Grundsätzlich nein: Ein befristetes Dienstverhältnis in Österreich endet automatisch mit dem vereinbarten Endtermin und kann vom Dienstnehmer nicht einfach ordentlich gekündigt wer...

Muss ein Arbeitnehmer ein Arbeitnehmerdarlehen bei einer betriebsbedingten Kündigung in einer Summe zurückzahlen?

Nein: Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss ein Arbeitnehmerdarlehen in der Regel nicht automatisch sofort in einer Summe zurückgezahlt werden. Entscheidend ist der Darlehensvertrag &nd...

Wie bezeichnet man eine Aktivität zur Schadensabwendung zugunsten Dritter?

Eine Aktivität zur Schadensabwendung zugunsten Dritter nennt man meist Gefahrenabwehr oder Schadensverhütung; im rechtlichen Kontext auch Nothilfe, wenn du eingreifst, um jemand anderen vor...

Ab wann kann häufige Krankheit zur Kündigung führen?

Nein: Es gibt keine feste Grenze nach dem Motto „sechs Wochen krank pro Jahr = Kündigung erlaubt“. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist in Deutschland erst dann wirksam, wenn zu...

Wie sind Mitwirkungsrechte bei einer Kündigung geregelt?

Bei einer Kündigung gibt es keine pauschalen „Mitwirkungsrechte“ für Arbeitnehmer oder Betriebsrat; entscheidend ist, wer kündigt und welcher Schutz greift. Praktisch am wic...

Welche Paragraphen schließen die Kündigung einer schwangeren Mitarbeiterin aus?

Eine Kündigung einer schwangeren Mitarbeiterin ist in Deutschland grundsätzlich ab dem Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Entbindung verboten; maßgeblich ist vor allem...

Ist die Kündigung einer schwangeren Mitarbeiterin möglich?

Ja – aber praktisch nur in seltenen Ausnahmefällen und fast nie ohne behördliche Zustimmung. Eine Kündigung während der Schwangerschaft ist in Deutschland grundsätzlich...

Welchen Gesetzen unterstehst du?

Ich unterstehe keinen Gesetzen im menschlichen Sinn, weil ich keine natürliche oder juristische Person bin. Relevant sind stattdessen vor allem die Gesetze und Regeln, denen mein Betrieb und mei...

Wie lange bekommt man nach einer Kündigung kein Arbeitslosengeld?

Wenn du selbst kündigst, gibt es beim Arbeitslosengeld I in Deutschland meist eine Sperrzeit von 12 Wochen. In dieser Zeit bekommst du kein ALG I. Außerdem kann sich die Gesamtdauer des Ans...