Ja, im März 2022 haben Russland und die Ukraine tatsächlich Friedensverhandlungen geführt. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 trafen sich Dele... [mehr]
Russische Narrative bezüglich ukrainischer Literatur sind vielfältig und historisch gewachsen. Sie dienen oft dazu, die Eigenständigkeit und Bedeutung der ukrainischen zu relativieren oder zu bestreiten. Zu den wichtigsten Narrativen zählen: 1. **Leugnung der Eigenständigkeit:** Ukrainische Literatur wird häufig als bloßer Ableger oder regionaler Dialekt der russischen Literatur dargestellt. Das Narrativ behauptet, dass ukrainische Autoren und Werke Teil einer „gesamt-russischen“ Kultur seien und keine eigenständige literarische Tradition hätten. 2. **Russifizierung und Vereinnahmung:** Bedeutende ukrainische Schriftsteller wie Taras Schewtschenko oder Nikolai Gogol werden als „russische“ Autoren bezeichnet, obwohl sie auf Ukrainisch schrieben oder sich explizit zur ukrainischen Identität bekannten. Ihre Werke werden in russischer Übersetzung verbreitet und als Teil des russischen Kulturerbes beansprucht. 3. **Abwertung der Sprache:** Die ukrainische Sprache wird in manchen russischen Narrativen als „Bauernsprache“ oder „unentwickelter Dialekt“ dargestellt, der für „hohe“ Literatur ungeeignet sei. Dies soll die literarische Produktion auf Ukrainisch abwerten. 4. **Politisierung und Separatismus-Vorwurf:** Ukrainische Literatur wird als politisches Instrument gesehen, das „künstlich“ geschaffen wurde, um antirussische Stimmungen zu fördern und die Einheit der „russischen Welt“ zu untergraben. 5. **Geschichtsrevisionismus:** Es wird behauptet, dass die ukrainische Literatur und Identität erst im 19. oder 20. Jahrhundert „konstruiert“ wurden und keine tiefen historischen Wurzeln hätten. Diese Narrative finden sich in russischen Medien, in der offiziellen Geschichtspolitik und in Teilen der russischen Literaturwissenschaft. Sie stehen im Gegensatz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Eigenständigkeit und den Reichtum der ukrainischen Literatur belegen.
Ja, im März 2022 haben Russland und die Ukraine tatsächlich Friedensverhandlungen geführt. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 trafen sich Dele... [mehr]
Im Jahr 2020 kontrollierte Russland etwa 7 % der Fläche der Ukraine. Dies umfasste die 2014 annektierte Halbinsel Krim sowie Teile der Regionen Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine, die von pr... [mehr]
Im Jahr 2021 kontrollierte Russland – ohne die Krim – etwa 7.000 Quadratkilometer ukrainisches Staatsgebiet. Dabei handelt es sich um die von prorussischen Separatisten gehaltenen Teile de... [mehr]
Ob es angemessen ist, wegen der Annexion von etwa 7 % der ukrainischen Staatsfläche durch Russland einen großen Krieg zu beginnen, ist eine komplexe ethische, politische und völkerrech... [mehr]
Die sogenannten „Istanbuler Abkommen“ oder „Istanbuler Gespräche“ im April 2022 beziehen sich auf Verhandlungen zwischen Delegationen der Ukraine und Russlands, die am 29.... [mehr]
Im Zusammenhang mit den Ukraineverhandlungen bezieht sich der Begriff „Midterms“ auf die sogenannten „Midterm Elections“ (Zwischenwahlen) in den USA. Diese finden alle vier Jah... [mehr]
Die ukrainischen Wähler, die 2010 Wiktor Janukowitsch ins Amt wählten, sind in der deutschen Berichterstattung nach 2014 aus mehreren Gründen weniger präsent: 1. **Politische Entw... [mehr]
Die territoriale Integrität der Ukraine war für den Westen aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung: 1. **Völkerrecht und Prinzipien der internationalen Ordnung:** Nach dem En... [mehr]
Zwischen 2015 und 2021 kontrollierte Russland in der Ostukraine – ohne die Krim – indirekt Gebiete in den Regionen Donezk und Luhansk. Diese Gebiete wurden von den sogenannten „Volks... [mehr]
Maidan-Aktivisten besetzten 2014 zu keinem Zeitpunkt das ukrainische Parlament (Werchowna Rada). Während der Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew kam es zwar zu massiven Demonstrationen, Barrika... [mehr]