Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Die medikamentöse Therapie bei mittelschwerer und schwerer Colitis Ulcerosa umfasst in der Regel mehrere Stufen und kann je nach Schweregrad und Ansprechen auf die Behandlung variieren. Hier sind die gängigen Therapieansätze: 1. **Aminosalicylate (5-ASA)**: - Diese Medikamente, wie Mesalazin, werden oft als Erstlinientherapie eingesetzt, insbesondere bei mittelschweren Fällen. 2. **Kortikosteroide**: - Bei mittelschweren bis schweren Schüben werden oft systemische Kortikosteroide wie Prednison oder Budesonid eingesetzt, um die Entzündung schnell zu reduzieren. 3. **Immunsuppressiva**: - Azathioprin oder 6-Mercaptopurin können zur Langzeitkontrolle eingesetzt werden, insbesondere wenn Kortikosteroide nicht ausreichend wirken oder nicht langfristig verwendet werden sollen. 4. **Biologika**: - TNF-α-Inhibitoren (wie Infliximab, Adalimumab) oder Integrin-Inhibitoren (wie Vedolizumab) werden bei schweren Fällen oder wenn andere Therapien versagen, eingesetzt. 5. **JAK-Inhibitoren**: - Tofacitinib ist ein oraler JAK-Inhibitor, der bei mittelschwerer bis schwerer Colitis Ulcerosa eingesetzt werden kann, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken. 6. **Calcineurin-Inhibitoren**: - Cyclosporin kann in schweren Fällen als kurzfristige Therapie verwendet werden, insbesondere wenn eine schnelle Kontrolle der Symptome erforderlich ist. Die Wahl der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Schwere der Erkrankung, dem Ansprechen auf frühere Behandlungen und den individuellen Patientenmerkmalen. Es ist wichtig, die Therapie in enger Zusammenarbeit mit einem Gastroenterologen zu planen und regelmäßig zu überwachen.
Biologika (Singular: Biologikum) sind Arzneimittel, die aus biologischen Quellen stammen oder mit biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen, chemisch-synthetischen M... [mehr]
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Medikamente eingesetzt, abhängig von der Phase des Entzugs und den individuellen Bedürfnissen der Patient*innen. Die wichtigsten Medikamente si... [mehr]
Bei Osteoporose infolge von Kortison (sogenannte Glukokortikoid-induzierte Osteoporose) und einem Rippenanbruch ist eine gezielte medikamentöse Behandlung wichtig, um weitere Knochenbrüche z... [mehr]
Als „therapierefraktär“ bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Erkrankung oder ein Symptom trotz adäquater und ausreichend langer Behandlung mit den üblichen, anerkannte... [mehr]
Der Steady State (Gleichgewichtszustand) bei der Einnahme von Medikamenten gegen Bluthochdruck wird in der Regel nach etwa 4 bis 5 Halbwertszeiten des jeweiligen Medikaments erreicht. Das bedeutet, da... [mehr]
Bei einer Sigmadivertikulose sind sogenannte osmotische Abführmittel in der Regel am günstigsten. Dazu zählen beispielsweise Macrogol (Polyethylenglykol) oder Lactulose. Diese Mittel wi... [mehr]
Nach einer Reblozyl-Therapie (Wirkstoff: Luspatercept) hängt das weitere Vorgehen stark von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Therapieerfolg und dem individuellen Ansprechen des Patienten ab... [mehr]
Die vier zentralen Faktoren der Sauerstofftherapie sind: 1. **Indikation**: Klare medizinische Begründung für die Sauerstoffgabe, z.B. Hypoxämie, COPD, akute Atemnot. 2. **Dosierung**:... [mehr]
Die Besonderheit der Sauerstofftherapie liegt darin, dass sie gezielt eingesetzt wird, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, wenn dieser durch Erkrankungen wie COPD, Lungenentzündung,... [mehr]
Eine endovaskuläre Intervention ist ein minimal-invasives medizinisches Verfahren, bei dem Erkrankungen der Blutgefäße (wie Arterien oder Venen) von innen, also „endovaskulä... [mehr]