Der Hypothalamus ist die zentrale Schaltstelle zwischen Nervensystem und Hormonsystem: Er hält lebenswichtige Funktionen wie Hunger, Durst, Körpertemperatur, Schlaf und Hormonsteuerung im Gl...
Welche neurologischen oder hormonellen Störungen führen zu gesteigerter Libido?
Antwort vomJa, bestimmte neurologische und hormonelle Störungen können zu einer gesteigerten Libido führen. **Neurologische Ursachen:** - **Schädigungen des Frontallappens** (z.B. durch Tumore, Verletzungen oder Demenz) können die Impulskontrolle beeinträchtigen und zu Hypersexualität führen. - **Morbus Parkinson**: Einige Medikamente, die bei Parkinson eingesetzt werden (Dopaminagonisten), können als Nebenwirkung eine gesteigerte Libido verursachen. - **Epilepsie**: Insbesondere bei Temporallappenepilepsie kann es in seltenen Fällen zu Veränderungen der Sexualität kommen. **Hormonelle Ursachen:** - **Testosteronüberschuss**: Ein erhöhter Testosteronspiegel, z.B. durch Tumore der Nebennierenrinde oder Hormontherapien, kann die Libido steigern. - **Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)**: Kann in manchen Fällen zu einer erhöhten sexuellen Aktivität führen. - **Cushing-Syndrom**: Durch erhöhte Kortisol- und Androgenspiegel kann es ebenfalls zu einer gesteigerten Libido kommen. **Weitere Informationen:** - [Deutsche Gesellschaft für Neurologie – Sexualstörungen](https://dgn.org/leitlinien/ll-030-111-sexualstoerungen-2021/) - [Hormone und Sexualität – Endokrinologikum](https://www.endokrinologikum.com/leistungen/sexualitaet/) Eine genaue Abklärung durch Fachärzt*innen ist bei auffälligen Veränderungen der Libido immer ratsam.
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