Kann man aus jungen Blättern des stinkenden Storchschnabels einen schmackhaften Spinat zubereiten?

Antwort vom

Die Blätter des „Stinkenden Storchschnabels“ (Geranium robertianum), auch Ruprechtskraut genannt, sind grundsätzlich essbar, allerdings ist ihr Geschmack sehr eigen und wird von vielen Menschen als unangenehm, scharf oder sogar „stinkend“ empfunden – daher auch der Name. Junge Blätter sind zwar milder als ältere, aber auch sie haben einen deutlich aromatischen, leicht bitteren Geschmack. Für einen klassischen „Spinat“ (also als Gemüse gekocht und als Beilage serviert) eignen sich die Blätter des Stinkenden Storchschnabels nur bedingt. Sie können in kleinen Mengen als Wildkraut in Salaten, Kräuterquark oder als Würze in Kräutermischungen verwendet werden. In größeren Mengen oder pur zubereitet, wie es bei Spinat üblich ist, dürfte der Geschmack für die meisten Menschen zu intensiv und wenig schmackhaft sein. Fazit: Ein schmackhafter Spinat lässt sich aus den Blättern des sehr jungen Stinkenden Storchschnabels in der Regel nicht zubereiten. Für Wildkräuterfans kann das Kraut aber in kleinen Mengen eine interessante Ergänzung sein.

Verwandte Fragen

Kann man frisch ausgetriebene Weißdornblätter als Spinat zubereiten oder besser mit anderen Pflanzen mischen?

Die jungen Blätter vom Weißdorn sind grundsätzlich essbar, aber nicht ideal als alleiniger „Spinat“. Sie sind eher mild bis leicht herb und haben meist wenig Masse und kein...

Wann ist die beste Erntezeit für Spitzahornblätter in kulinarischer Premium-Qualität – Anfang April oder Ende April?

Für kulinarische Premium-Qualität bei Spitzahornblättern ist eher Anfang bis mittlerer April ideal, nicht Ende April. Genauer: Beste Phase: sobald die Blätter frisch entfaltet, he...

Schmecken die Rosettenblätter vom Klatschmohn vor dem Stängelaustrieb, wenn man sie wie Spinat zubereitet?

Ja – essbar heißt nicht automatisch „schmeckt wie Spinat“. Beim Klatschmohn (Papaver rhoeas) können sehr junge Blätter in kleinen Mengen traditionell verwendet werde...