Sind 50 g Leinsamen pro Tag unbedenklich?

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50 g Leinsamen pro Tag gelten für gesunde Erwachsene in der Regel als unbedenklich, solange ausreichend Flüssigkeit dazu getrunken wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jedoch meist eine tägliche Menge von etwa 20–30 g Leinsamen, da höhere Mengen bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Durchfall führen können. Wichtig ist außerdem, Leinsamen immer geschrotet oder gut gekaut zu verzehren, damit die Nährstoffe aufgenommen werden können. Ganze Leinsamen passieren den Darm oft unverdaut. Ein weiterer Aspekt: Leinsamen enthalten geringe Mengen an Blausäureglykosiden, die im Körper zu Blausäure umgewandelt werden können. Die Mengen in handelsüblichen Leinsamen sind aber so gering, dass sie bei den üblichen Verzehrmengen als unbedenklich gelten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, nicht dauerhaft deutlich mehr als 45 g Leinsamen pro Tag zu verzehren. Fazit: 50 g Leinsamen pro Tag sind für die meisten gesunden Erwachsenen kurzfristig in Ordnung, auf Dauer solltest du aber eher bei 20–30 g bleiben. Bei Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Unsicherheiten empfiehlt sich eine Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.

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