Jährlich gelangen etwa 40 bis 42 Gigatonnen (Gt) Kohlendioxid (CO₂) durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre (Stand: 2023). Der Großteil stammt aus der Verbrennung fossiler... [mehr]
Der EU-Emissionshandel (EU ETS) ist ein zentrales Instrument der Europäischen Union zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Hier ist eine Übersicht über seine Funktionsweise, rechtlichen Rahmenbedingungen, Akteure und das Markt- und Handelsvolumen: ### Funktionsweise Der EU-Emissionshandel basiert auf dem Prinzip des "Cap-and-Trade": 1. **Cap (Obergrenze)**: Die EU legt eine Obergrenze für die Gesamtmenge an Treibhausgasemissionen fest, die von den erfassten Sektoren ausgestoßen werden dürfen. Diese Obergrenze wird im Laufe der Zeit schrittweise gesenkt. 2. **Trade (Handel)**: Unternehmen erhalten oder kaufen Emissionszertifikate, die ihnen das Recht geben, eine bestimmte Menge an Emissionen auszustoßen. Unternehmen, die ihre Emissionen reduzieren, können überschüssige Zertifikate verkaufen, während Unternehmen, die mehr emittieren, zusätzliche Zertifikate kaufen müssen. ### Rechtliche Rahmenbedingungen Der EU-Emissionshandel ist durch verschiedene Richtlinien und Verordnungen geregelt: - **Richtlinie 2003/87/EG**: Diese Richtlinie bildet die Grundlage des EU ETS und legt die Regeln für die Zuteilung und den Handel von Emissionszertifikaten fest. - **Verordnung (EU) 2018/842**: Diese Verordnung regelt die Emissionsminderungen in den Sektoren, die nicht unter den EU ETS fallen. - **Reformpakete**: Der EU ETS wird regelmäßig reformiert, um seine Effektivität zu erhöhen. Ein Beispiel ist die Einführung der Marktstabilitätsreserve (MSR) zur Regulierung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Zertifikate. ### Akteure Die Hauptakteure im EU-Emissionshandel sind: - **Industrieunternehmen**: Unternehmen aus energieintensiven Sektoren wie Energieerzeugung, Stahl, Zement und Chemie, die unter den EU ETS fallen. - **Regierungen der Mitgliedstaaten**: Sie sind für die Zuteilung der Zertifikate und die Überwachung der Einhaltung verantwortlich. - **Europäische Kommission**: Sie überwacht die Umsetzung des EU ETS und schlägt Reformen vor. - **Marktteilnehmer**: Dazu gehören auch Finanzinstitute und Händler, die am Kauf und Verkauf von Emissionszertifikaten beteiligt sind. ### Markt- und Handelsvolumen Das Markt- und Handelsvolumen des EU ETS ist beträchtlich: - **Zertifikate**: Jedes Jahr werden Milliarden von Emissionszertifikaten gehandelt. Ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2-Äquivalent. - **Marktwert**: Der Preis für ein Emissionszertifikat schwankt je nach Angebot und Nachfrage. In den letzten Jahren lag der Preis oft zwischen 20 und 30 Euro pro Tonne CO2, kann aber auch deutlich höher sein. - **Handelsplattformen**: Der Handel findet an verschiedenen Börsen statt, darunter die European Energy Exchange (EEX) und die ICE Futures Europe. Der EU-Emissionshandel ist ein dynamisches System, das kontinuierlich angepasst wird, um die Klimaziele der EU zu erreichen und gleichzeitig die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Jährlich gelangen etwa 40 bis 42 Gigatonnen (Gt) Kohlendioxid (CO₂) durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre (Stand: 2023). Der Großteil stammt aus der Verbrennung fossiler... [mehr]
In der Erdatmosphäre befinden sich derzeit etwa 3.200 Gigatonnen (Gt) CO₂. Diese Zahl ergibt sich aus dem aktuellen atmosphärischen CO₂-Gehalt von etwa 420 ppm (parts per million, Stand 202... [mehr]
Nein, das in den vergangenen Jahrhunderten von den Industriestaaten emittierte CO₂ ist nicht vollständig aus der Atmosphäre verschwunden. Ein erheblicher Teil dieses CO₂ verbleibt über... [mehr]
Die Aussage, dass ein Einwohner Deutschlands für ungefähr sechsmal so viel CO₂ in der Luft verantwortlich ist wie ein Einwohner Chinas, ist **nicht korrekt**. **Aktuelle Zahlen (Stand 2023)... [mehr]
Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß pro Kopf in Deutschland lag im Jahr 2022 bei etwa **10,8 Tonnen CO₂-Äquivalenten** pro Jahr. Dieser Wert umfasst alle Emissionen, die durch Konsum, Wohnen,... [mehr]
Der ökologische Fußabdruck einer einzelnen KI-Anfrage – also zum Beispiel einer Abfrage bei einem großen Sprachmodell wie GPT-4 – hängt von mehreren Faktoren ab, daru... [mehr]
Der anthropogene (vom Menschen verursachte) Anteil am CO₂-Gehalt der Atmosphäre wird auf etwa 30–35 % des aktuellen Gesamtanstiegs seit Beginn der Industrialisierung geschätzt. Vor der... [mehr]
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren die Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in verschiedenen Bereichen, insbesondere im Trinkwasser und in Lebensmitteln... [mehr]
Der anthropogene Anteil am gesamten CO₂ in der Atmosphäre beträgt etwa 3–5 %. Das bedeutet: Von allen CO₂-Molekülen in der Atmosphäre stammen rund 3–5 % direkt aus mens... [mehr]
Wenn die Annahme, dass der menschengemachte CO₂-Ausstoß maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich ist, sich als kompletter Betrug herausstellen würde, hätte das weitreic... [mehr]