Wer sind legendäre Rabbiner?

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Der Begriff „legende Rabbiner“ bezieht sich meist auf besonders berühmte, einflussreiche oder sagenumwobene jüdische Gelehrte und religiöse Führer, die im Judentum eine herausragende Rolle gespielt haben. Oft sind mit „legendär“ auch Geschichten, Überlieferungen oder Wunder verbunden, die sich um diese Persönlichkeiten ranken. Hier einige bekannte Beispiele: 1. **Rabbi Akiva (ca. 50–135 n. Chr.)** Einer der bedeutendsten Tannaiten (frühe rabbinische Gelehrte), der maßgeblich zur Entwicklung der mündlichen Tora beitrug. 2. **Rabbi Schimon bar Jochai (2. Jahrhundert)** Traditionell als Autor des mystischen Werks „Sohar“ angesehen und eine zentrale Figur in der Kabbala. 3. **Rabbi Hillel der Ältere (ca. 110 v. Chr.–10 n. Chr.)** Bekannt für seine Weisheit und seine goldene Regel: „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an.“ 4. **Der Maharal von Prag (Rabbi Jehuda Löw, 1520–1609)** Berühmt für seine philosophischen Werke und die Legende vom Golem, den er angeblich erschaffen haben soll. 5. **Der Baal Schem Tov (Rabbi Israel ben Elieser, 1700–1760)** Begründer des Chassidismus, einer spirituellen Erneuerungsbewegung im osteuropäischen Judentum. Diese Rabbiner sind nicht nur wegen ihrer Gelehrsamkeit, sondern auch wegen der Legenden und Geschichten, die sich um sie ranken, als „legendär“ bekannt.

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