Was ist das Subsidiaritätsprinzip in Deutschland?

Antwort

Das Subsidiaritätsprinzip ist ein grundlegendes Konzept in der Sozialpolitik und im öffentlichen Recht, das besagt, dass Aufgaben und Entscheidungen möglichst auf der niedrigsten Ebene getroffen werden sollten, die dazu in der Lage ist. In Deutschland bedeutet dies, dass die Verantwortung für bestimmte Angelegenheiten zunächst bei den Individuen, dann bei den Familien, danach bei den Gemeinden und schließlich bei den höheren staatlichen Ebenen liegen sollte, wie zum Beispiel den Bundesländern oder dem Bund. Das Prinzip zielt darauf ab, die Eigenverantwortung und Selbsthilfe zu fördern und sicherzustellen, dass staatliche Eingriffe nur dann erfolgen, wenn die niedrigeren Ebenen nicht in der Lage sind, die Probleme selbst zu lösen. Es ist ein zentraler Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft und wird häufig in der Diskussion um die Verteilung von Kompetenzen zwischen Bund, Ländern und Kommunen herangezogen.

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