Wann ist die Verjährung durch Rechtsverfolgung gehemmt?

Antwort

Die Verjährung wird durch Rechtsverfolgung gehemmt, wenn bestimmte rechtliche Schritte unternommen werden, die darauf abzielen, den Anspruch durchzusetzen. In Deutschland sind die relevanten Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu finden. Nach § 204 BGB tritt eine Hem der Verjährung ein, wenn: 1. Klage erhoben wird, 2. Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren erfolgt, 3. Zustellung eines Antrags auf Durchführung eines selbständigen Beweisverfahrens erfolgt, 4. Zustellung eines Antrags auf Erlass eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung erfolgt, 5. Anmeldung des Anspruchs im Insolvenzverfahren erfolgt, 6. Verhandlungen zwischen den Parteien über den Anspruch stattfinden. Die Hemmung der Verjährung bedeutet, dass der Zeitraum, in dem die Verjährung gehemmt ist, nicht in die Verjährungsfrist eingerechnet wird. Die Verjährungsfrist läuft also während der Hemmung nicht weiter.

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