Müssen Polizisten in Deutschland Namen oder Dienstnummer auf der Uniform tragen?

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**Nein. In Deutschland gibt es keine einheitliche Pflicht, dass Polizisten überall ihren Namen oder ihre Dienstnummer sichtbar auf der Uniform tragen. Das hängt von der jeweiligen Polizei ab – also vom Bundesland oder von der Bundespolizei.** ## Was grundsätzlich gilt Wichtig ist der Unterschied zwischen **sichtbarer Kennzeichnung auf der Uniform** und **Legitimation bei einer Maßnahme**. Ein uniformierter Polizist muss nicht automatisch überall ein Namensschild tragen. Wenn er aber dir gegenüber eine Maßnahme durchführt, gelten oft Regeln zur Vorstellung oder zum Vorzeigen des Dienstausweises. Bei der Bundespolizei kannst du grundsätzlich Name, Amtsbezeichnung und Dienststelle verlangen; Dienststelle und Ausweisnummer müssen dabei immer genannt werden. ([bundespolizei.de](https://bundespolizei.de/sicher-im-alltag/dienstausweise-der-bundespolizei)) ## Name oder Nummer auf der Uniform: je nach Bundesland Bei den **Landespolizeien** gibt es unterschiedliche Modelle: - teils **Namensschild** - teils **Dienstnummer** - teils **taktische Kennzeichnung** bei geschlossenen Einheiten - teils **keine allgemeine sichtbare Kennzeichnungspflicht** Ein klares Beispiel ist **Nordrhein-Westfalen**: Dort können Beamte im normalen Dienst ein **deutlich sichtbar an der Dienstkleidung angebrachtes Namensschild** tragen. Bei Einsätzen in Einsatzschutzanzügen, etwa in Einheiten der Bereitschaftspolizei, wird stattdessen eine **individualisierte Kennzeichnung auf dem Rücken** verwendet. Ausnahmen sind möglich, wenn der Einsatzzweck oder schutzwürdige Belange entgegenstehen. ([recht.nrw.de](https://recht.nrw.de/lrmb/verwaltungsvorschrift/01032017-verwaltungsvorschrift-ueber-die-legitimations-und)) **Brandenburg** geht weiter: Dort erhalten Polizeivollzugsbedienstete Namensschilder; wer Einsatzanzüge trägt, bekommt zusätzlich eine **Rückenkennzeichnung**. ([bravors.brandenburg.de](https://bravors.brandenburg.de/verwaltungsvorschriften/vv_kennzeichnungspflicht_2012/2)) **Berlin** regelt ausdrücklich, dass Dienstkräfte im Polizeivollzugsdienst in der Regel ein Schild mit dem **Familiennamen oder einer fünfstelligen Dienstnummer** tragen; bei geschlossenen Einheiten tritt an die Stelle des Namens- oder Dienstnummernschildes eine **taktische Kennzeichnung**. ([berlin.de](https://www.berlin.de/sen/justiz/service/gesetze-und-verordnungen/2021/ausgabe_nr._26_vom_1.4.2021_s._317-352.pdf)) ## Wo auf der Uniform Wenn eine sichtbare Kennzeichnung vorgesehen ist, sitzt sie typischerweise **gut sichtbar am Oberkörper**, also als Namens- oder Nummernschild an der Dienstkleidung. Bei Einsatzeinheiten mit Schutzanzug ist die Kennzeichnung oft **auf dem Rücken** angebracht, damit einzelne Beamte trotz Helm und Schutzkleidung identifizierbar bleiben. Das ist der praktische Kern: Im normalen Streifendienst eher Schild vorne, bei geschlossenen Einsätzen eher Kennung hinten. ([recht.nrw.de](https://recht.nrw.de/lrmb/verwaltungsvorschrift/01032017-verwaltungsvorschrift-ueber-die-legitimations-und)) ## Die klare Antwort für dich **Polizisten in Deutschland müssen nicht überall einheitlich Namen und Dienstnummer auf der Uniform tragen. Je nach Behörde tragen sie entweder gar nichts Sichtbares, ein Namensschild, eine Dienstnummer oder bei Einsatzeinheiten eine Kennzeichnung auf dem Rücken.** ([bundespolizei.de](https://bundespolizei.de/sicher-im-alltag/dienstausweise-der-bundespolizei))

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