Themenzentrierte Interaktion (TZI) und humanistische Psychotherapie werden weder der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TP) noch der Verhaltenstherapie (VT) eindeutig zugeordnet. - **Them... [mehr]
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ (auf Deutsch: „Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung“). Es handelt sich um eine psychotherapeutische Methode, die vor allem zur Behandlung von Traumafolgestörungen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) eingesetzt wird. Der Ablauf von EMDR sieht typischerweise so aus: 1. **Vorbereitung und Stabilisierung:** Zunächst wird gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten das belastende Ereignis identifiziert und der Ablauf erklärt. Es wird sichergestellt, dass du stabil genug bist, um die Behandlung durchzuführen. 2. **Fokussierung auf das Trauma:** Du wirst gebeten, dich an das belastende Ereignis zu erinnern, inklusive der dazugehörigen Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. 3. **Bilaterale Stimulation:** Während du dich auf das Trauma konzentrierst, führt die Therapeutin oder der Therapeut eine bilaterale Stimulation durch. Am bekanntesten ist das Hin- und Herbewegen der Finger vor deinen Augen, denen du mit den Augen folgst. Alternativ können auch Töne oder leichte Berührungen (z. B. abwechselndes Antippen der Hände) eingesetzt werden. 4. **Verarbeitung:** Die bilaterale Stimulation soll helfen, die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten und neu zu bewerten. Nach jeder Stimulationseinheit wird besprochen, was du wahrgenommen oder gefühlt hast. 5. **Abschluss:** Die Sitzung wird mit einer Stabilisierung beendet, damit du dich nach der Behandlung wieder sicher fühlst. **Wirkmechanismus:** Die genaue Funktionsweise von EMDR ist noch nicht abschließend geklärt. Es wird angenommen, dass die bilaterale Stimulation die Informationsverarbeitung im Gehirn anregt, ähnlich wie es im REM-Schlaf (Traumschlaf) geschieht. Dadurch können belastende Erinnerungen „neu sortiert“ und weniger belastend abgespeichert werden. **Wissenschaftliche Anerkennung:** EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, deren Wirksamkeit insbesondere bei der Behandlung von Traumafolgestörungen durch zahlreiche Studien belegt ist. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für EMDR](https://www.emdria.de/).
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Die Tiefenpsychologie, zu der unter anderem die Psychoanalyse nach Freud sowie die Analytische Psychologie nach Jung zählen, hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung im Vergleich zu anderen ps... [mehr]
Eine **Intrusion** und ein **Flashback** sind beides Phänomene, die häufig im Zusammenhang mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) auftreten, unterscheiden sich jedoch in ihrer... [mehr]
Narzissmus, insbesondere die narzisstische Persönlichkeitsstörung, entwickelt sich nach aktuellem Stand der Psychologie und Psychiatrie meist in der Kindheit oder Jugend. Die Ursachen sind k... [mehr]
Es tut mir sehr leid zu hören, dass du so eine schwere Zeit durchmachst. Ein Trauerereignis kann sehr belastend sein und manchmal dazu führen, dass man sich von anderen Menschen zurückz... [mehr]
Ein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) hat häufig spezifische Bedürfnisse im therapeutischen Kontext. Grundsätzlich sucht er oft nach Anerkennung, Be... [mehr]