Ist Tiefenpsychologie im Rückgang?

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Die Tiefenpsychologie, zu der unter anderem die Psychoanalyse nach Freud sowie die Analytische Psychologie nach Jung zählen, hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung im Vergleich zu anderen psychotherapeutischen Verfahren wie der Verhaltenstherapie oder der kognitiven Verhaltenstherapie verloren. Das liegt vor allem daran, dass letztere Methoden stärker empirisch erforscht und ihre Wirksamkeit in vielen Studien nachgewiesen wurde. In Deutschland ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie jedoch weiterhin ein anerkanntes und von den Krankenkassen bezahltes Verfahren. Auch in der Ausbildung von Psychotherapeut:innen spielt sie eine wichtige Rolle. International, insbesondere im angloamerikanischen Raum, ist die Bedeutung der Tiefenpsychologie allerdings deutlich zurückgegangen. Zusammengefasst: Die Tiefenpsychologie ist nicht verschwunden, aber ihre Bedeutung im Vergleich zu anderen Therapieformen ist gesunken. Sie wird heute oft als eine von mehreren möglichen Herangehensweisen gesehen, nicht mehr als die dominierende Richtung in der Psychotherapie.

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