Waren Schopenhauer oder Voltaire Befürworter des Islam?

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Nein – weder Arthur Schopenhauer (1788–1860) noch Voltaire (1694–1778) waren „Freunde“ oder eigentliche „Befürworter“ des Islam im Sinne einer positiven Parteinahme für die Religion. **Schopenhauer** - Er war vor allem ein Bewunderer indischer Philosophie (Upanishaden, Buddhismus) und nutzte Religionen primär als Vergleichsmaterial für seine Metaphysik und Ethik. - Zum Islam äußerte er sich nicht als Unterstützer; wenn er ihn erwähnt, dann eher am Rand und nicht als Religion, die er besonders befürwortet hätte. **Voltaire** - Voltaire war grundsätzlich ein scharfer Kritiker religiösen Dogmatismus’ (auch des Christentums) und nutzte den Islam häufig als literarisches und polemisches Gegenbild, um europäische Zustände zu kritisieren. - Sein Drama **„Mahomet ou le fanatisme“ (1741)** ist ausdrücklich eine Kritik am religiösen Fanatismus und wurde oft als islamkritisch gelesen. - Gleichzeitig konnte Voltaire einzelne Aspekte (z.B. strikten Monotheismus, Ablehnung von Heiligenkult) gelegentlich als Kontrast zur Kirche positiv herausstellen – das ist aber eher **kirchenkritische Strategie** als „Befürwortung“ des Islam. Unterm Strich: **Voltaire** war kein „Islamfreund“, sondern ein Aufklärer, der Religionen instrumentell zur Kritik von Fanatismus und kirchlicher Macht einsetzte; **Schopenhauer** hatte andere religiös-philosophische Bezugspunkte und ist ebenfalls nicht als Befürworter des Islam einzuordnen.

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