Doch, Freiheit spielt bei Spinoza eine zentrale Rolle – aber nicht als „freier Wille“ im üblichen Sinn, sondern als Selbstbestimmung durch Einsicht in die Notwendigkeit. (plato....
Was sagt David Hume in seiner Moralphilosophie über Freiheit?
Antwort vomDavid Hume behandelt den Begriff der Freiheit („liberty“) in seiner Moralphilosophie vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten „Willensfreiheitsproblem“. Für Hume ist die Debatte um Freiheit und Notwendigkeit (Notwendigkeit = Determinismus) ein Scheinproblem, das aus sprachlichen und begrifflichen Verwirrungen entsteht. Hume unterscheidet zwischen zwei Arten von Freiheit: 1. **Freiheit als Willkür (liberty of indifference):** Die Vorstellung, dass Handlungen ohne Ursachen oder Gründe geschehen könnten. Diese Form der Freiheit lehnt Hume ab, weil sie mit seiner empiristischen Philosophie und dem Prinzip der Kausalität unvereinbar ist. 2. **Freiheit als Handeln nach eigenem Willen (liberty of spontaneity):** Hierunter versteht Hume die Freiheit, das zu tun, was man will, ohne äußeren Zwang oder Hindernisse. Diese Freiheit ist mit der Kausalität vereinbar, denn auch wenn unser Wille durch Motive, Wünsche und Gründe bestimmt ist, handeln wir frei, solange wir nicht gezwungen werden. Hume schreibt dazu in seinem Werk „Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“ (insbesondere Abschnitt VIII): > „Freiheit bedeutet lediglich, dass wir in der Lage sind, das zu tun, was wir wollen, oder uns dessen zu enthalten, wenn wir es wollen.“ Für Hume ist also Freiheit nicht die Abwesenheit von Ursachen, sondern die Abwesenheit von äußerem Zwang. Moralische Verantwortung ist für ihn mit dieser Form von Freiheit vereinbar, weil wir für Handlungen verantwortlich sind, die aus unserem eigenen Willen hervorgehen. **Zusammengefasst:** Hume definiert Freiheit als die Möglichkeit, nach eigenem Willen zu handeln, solange kein äußerer Zwang vorliegt. Diese Auffassung ist mit dem Determinismus vereinbar und bildet die Grundlage seiner Moralphilosophie.
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