Kann zu wenig Schmerzmittel zu lautem Stöhnen und Wimmern in den letzten Stunden vor dem Tod führen?

Antwort

Ja, das ist möglich. Lautes Stöhnen, Wimmern und Äußerungen wie „es ist schlimm und schwer zu sterben“ können Anzeichen dafür sein, dass jemand Schmerzen, Angst, Atemnot oder andere belastende Symptome hat. In der Sterbephase ist es besonders wichtig, auf solche Zeichen zu achten, da viele Menschen ihre Beschwerden nicht mehr klar ausdrücken können. Es muss nicht immer nur an zu wenig Schmerzmittel liegen – auch Angst, Unruhe, Luftnot oder andere Beschwerden können solche Reaktionen auslösen. Dennoch sollte in so einer Situation unbedingt das medizinische Team (z. B. Hausarzt, Palliativdienst, Hospizteam) informiert werden, damit die Symptome professionell eingeschätzt und gelindert werden können. Oft kann eine Anpassung der Medikation (z. B. mehr oder andere Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Atemnot) helfen, das Leiden zu lindern. Wichtig: Niemand sollte in den letzten Stunden unnötig leiden müssen. Es gibt heute viele Möglichkeiten, Beschwerden am Lebensende zu behandeln. Bitte hole dir in so einer Situation immer ärztliche oder palliative Unterstützung.

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