Wie häufig treten Rezidive nach einer Prostatektomie auf?

Antwort

Nach einer radikalen Prostatektomie (operative Entfernung der Prostata) liegt die Rate für ein biochemisches Rezidiv – das heißt ein erneuter PSA-Anstieg als Hinweis auf ein mögliches Wiederauftreten von Prostatakrebs – je nachikoprofil des Patienten und Tumorstadium bei etwa 15–40 % innerhalb von 10 Jahren nach der Operation. Die wichtigsten Einflussfaktoren für das Rezidivrisiko sind: - Tumorstadium (lokal begrenzt oder lokal fortgeschritten) - Gleason-Score (Grad der Tumoraggressivität) - PSA-Wert vor der Operation - Tumorränder (R0 = tumorfrei, R1 = Tumorzellen am Resektionsrand) **Zusammengefasst:** - Bei Patienten mit niedrigem Risiko liegt die Rezidivrate nach 10 Jahren bei etwa 10–15 %. - Bei mittlerem Risiko bei etwa 20–30 %. - Bei hohem Risiko kann sie 40 % oder mehr betragen. Ein Rezidiv bedeutet nicht immer, dass der Tumor klinisch wieder auftritt; oft ist es zunächst nur ein Anstieg des PSA-Werts. Die tatsächliche Rückkehr von Symptomen oder Metastasen ist seltener. **Quellen:** - [Deutsche Krebsgesellschaft: Prostatakarzinom – Nachsorge](https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/prostatakrebs-nachsorge.html) - [Leitlinie Prostatakarzinom, Deutsche Gesellschaft für Urologie](https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-022OL.html)

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