Sauerkraut hilft gegen Rheuma nicht gezielt – und bei manchen Betroffenen verschlechtert es Beschwerden eher, weil es viel Histamin enthält. Entscheidend ist: Rheuma ist eine entzündli...
Welche Nahrungsmittel oder Stoffe können Phosphatablagerungen in Blutgefäßen reduzieren?
Antwort vomPhosphatablagerungen in Blutgefäßen, auch als vaskuläre Kalzifikation bekannt, sind ein komplexes Problem, das vor allem bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung auftritt. Die Ernährung kann einen Einfluss auf den Phosphatspiegel im Blut und damit indirekt auf die Entstehung solcher Ablagerungen haben. Es gibt jedoch keine Nahrungsmittel, die bereits vorhandene Phosphatablagerungen direkt „auflösen“ können. Ziel ist es, die Aufnahme und Resorption von Phosphat zu reduzieren und Risikofaktoren zu minimieren. **Folgende Maßnahmen und Stoffe können helfen, die Phosphatbelastung zu senken:** 1. **Phosphatarme Ernährung:** - Meide Lebensmittel mit hohem Phosphatgehalt, insbesondere solche mit zugesetzten Phosphaten (z.B. in verarbeiteten Lebensmitteln, Cola, Schmelzkäse, Wurstwaren). - Bevorzuge frische, unverarbeitete Lebensmittel. 2. **Phosphat aus pflanzlichen Quellen:** - Phosphat aus pflanzlichen Lebensmitteln (z.B. Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn) ist schlechter resorbierbar als aus tierischen Quellen. 3. **Kalziumreiche Ernährung:** - Kalzium kann im Darm Phosphat binden und so die Aufnahme verringern. Dies sollte aber nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, da zu viel Kalzium ebenfalls zu Ablagerungen führen kann. 4. **Vitamin D und Vitamin K2:** - Vitamin D reguliert den Kalzium- und Phosphathaushalt, sollte aber nur nach ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. - Vitamin K2 wird mit einer geringeren Gefäßverkalkung in Verbindung gebracht, da es die Einlagerung von Kalzium in die Gefäße hemmen kann. Enthalten ist es z.B. in fermentierten Lebensmitteln wie Natto. 5. **Magnesiumreiche Ernährung:** - Magnesium kann die Kalzifizierung der Gefäße hemmen. Gute Quellen sind z.B. Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und grünes Gemüse. 6. **Phosphatbinder (nur auf ärztliche Verordnung):** - Bei chronischer Nierenerkrankung werden oft Medikamente (Phosphatbinder) eingesetzt, die Phosphat im Darm binden und so die Aufnahme verhindern. **Wichtige Hinweise:** - Eine gezielte Reduktion von Phosphatablagerungen sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater erfolgen, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen. - Bereits vorhandene Ablagerungen lassen sich durch Ernährung meist nicht rückgängig machen, aber das Fortschreiten kann verlangsamt werden. **Weitere Informationen:** - [Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Phosphat in Lebensmitteln](https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/phosphat-in-lebensmitteln/) - [Nierenstiftung: Ernährung bei Nierenerkrankungen](https://www.nierenstiftung.de/ernaehrung/) Eine ausgewogene, phosphatarme Ernährung und die Vermeidung von verarbeiteten Lebensmitteln sind die wichtigsten Maßnahmen zur Reduktion des Risikos von Phosphatablagerungen in den Blutgefäßen.
Verwandte Fragen
Wie lassen sich Entzündungswerte selbst senken?
Entzündungswerte lassen sich oft indirekt senken, indem du mögliche Auslöser reduzierst. Wichtig: CRP, BSG oder andere Entzündungswerte sind keine Krankheit, sondern ein Hinweis da...
Stoffwechsel anregen?
Den Stoffwechsel „stark beschleunigen“ geht kaum – aber du kannst ihn sinnvoll unterstützen: Mehr Muskeln aufbauen: Krafttraining erhöht den Grundumsatz leicht. Regelmä...