Welche Medikamente können die Sehschärfe beeinträchtigen?

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Verschiedene Medikamente können die Sehschärfe beeinträchtigen. Zu den häufigsten gehören: 1. **Kortikosteroide** (z. B. Prednisolon): Können Katarakte (Grauer Star) oder Glaukom (Grüner Star) verursachen. 2. **Antihistaminika** (z. B. Cetirizin, Loratadin): Können zu trockenen Augen und verschwommenem Sehen führen. 3. **Antidepressiva** (z. B. trizyklische Antidepressiva, SSRIs): Können die Akkommodation (Fokussierung) des Auges stören. 4. **Blutdruckmedikamente** (z. B. Betablocker, Diuretika): Können trockene Augen oder Sehstörungen verursachen. 5. **Antiepileptika** (z. B. Topiramat): Können Doppeltsehen, verschwommenes Sehen oder akuten Glaukomanfall auslösen. 6. **Malariamittel** (z. B. Chloroquin, Hydroxychloroquin): Können Netzhautschäden verursachen. 7. **Hormonpräparate** (z. B. Antibabypille): Erhöhen das Risiko für Thrombosen, die die Durchblutung des Auges beeinträchtigen können. 8. **Medikamente gegen erektile Dysfunktion** (z. B. Sildenafil): Können vorübergehende Sehstörungen verursachen. 9. **Isotretinoin** (gegen Akne): Kann trockene Augen und Nachtblindheit verursachen. Die genannten Nebenwirkungen treten nicht bei jedem auf und sind oft dosisabhängig. Bei anhaltenden oder plötzlichen Sehstörungen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

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