Wie funktioniert ein Elektrokardiogramm?

Antwort vom

Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist ein diagnostisches Verfahren, das die elektrische Aktivität des Herzens aufzeichnet. Die Funktionsweise eines EKGs lässt sich in mehreren Schritten zusammenfassen: 1. **Erfassung der elektrischen Signale**: Das Herz erzeugt elektrische Impulse, die die Herzmuskelkontraktionen steuern. Diese Impulse entstehen im Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens. 2. **Ableitung der Signale**: Bei einem EKG werden Elektroden auf der Haut platziert, typischerweise an den Extremitäten und auf der Brust. Diese Elektroden erfassen die elektrischen Signale, die vom Herzen ausgehen. 3. **Verstärkung und Umwandlung**: Die erfassten elektrischen Signale sind sehr schwach. Ein EKG-Gerät verstärkt diese Signale und wandelt sie in ein graphisches Format um, das auf einem Monitor oder Papier dargestellt wird. 4. **Darstellung der Herzaktivität**: Das EKG zeigt die elektrischen Aktivitäten des Herzens in Form von Wellen, die verschiedene Phasen des Herzzyklus repräsentieren, wie z.B. die Depolarisation (Anspannung) und Repolarisation (Entspannung) der Herzmuskelzellen. 5. **Analyse der Ergebnisse**: Ärzte analysieren die EKG-Kurven, um Informationen über den Herzrhythmus, die Herzfrequenz und mögliche Anomalien wie Herzinfarkte oder Arrhythmien zu gewinnen. Durch diese Schritte ermöglicht das EKG eine nicht-invasive Beurteilung der Herzgesundheit und hilft bei der Diagnose von verschiedenen Herzkrankheiten.

Verwandte Fragen

Was bedeutet G25.0G auf einer Krankmeldung?

G25.0 ist ein ICD-10-Diagnosecode und steht für essenziellen Tremor. Das ist ein meist gutartiges Zittern, oft an den Händen, manchmal auch am Kopf oder an der Stimme. Das zusätzliche...