Albert Einstein äußerte sich mehrfach kritisch zu Krieg und Propaganda. Er war überzeugter Pazifist (zumindest in großen Teilen seines Lebens) und warnte immer wieder vor den Gef... [mehr]
Die Theorie des gerechten Kriegs (lat. "bellum iustum") hat sowohl religiöse als auch rechtliche Dimensionen, die sich in einigen wesentlichen Punkten unterscheiden: 1. **Moralische und ethische Grundlagen**: - **Religiös motivierte Theorie**: Diese basiert oft auf theologischen und ethischen Prinzipien, die aus religiösen Texten und Lehren abgeleitet werden. Zum Beispiel in der christlichen Tradition, wie sie von Augustinus und Thomas von Aquin formuliert wurde, wird der gerechte Krieg als ein Krieg betrachtet, der unter bestimmten moralischen Bedingungen geführt wird, wie z.B. gerechter Grund, rechtmäßige Autorität und richtige Absicht. - **Rechtliche Betrachtung**: Diese basiert auf internationalen Gesetzen und Konventionen, wie der Charta der Vereinten Nationen und den Genfer Konventionen. Hier geht es um die Einhaltung völkerrechtlicher Normen und Regeln, die den Einsatz von Gewalt zwischen Staaten regeln. 2. **Legitimität und Autorität**: - **Religiös motivierte Theorie**: Die Legitimität eines Krieges wird oft durch religiöse Autoritäten oder heilige Schriften bestimmt. Es wird betont, dass der Krieg von einer rechtmäßigen Autorität (z.B. einem König oder einer religiösen Führung) erklärt werden muss. - **Rechtliche Betrachtung**: Die Legitimität wird durch internationale Institutionen und Abkommen bestimmt. Beispielsweise kann ein Krieg als legitim angesehen werden, wenn er vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurde oder als Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der UN-Charta. 3. **Ziele und Absichten**: - **Religiös motivierte Theorie**: Der Krieg muss eine gerechte Absicht haben, wie die Wiederherstellung des Friedens und der Gerechtigkeit oder der Schutz Unschuldiger. Es wird auch betont, dass der Krieg das letzte Mittel sein sollte, nachdem alle anderen friedlichen Lösungen ausgeschöpft sind. - **Rechtliche Betrachtung**: Hier liegt der Fokus auf der Einhaltung des Völkerrechts und der Vermeidung unnötigen Leids. Die Ziele sind oft klar definiert und beinhalten die Wahrung der internationalen Sicherheit und Ordnung. 4. **Methoden und Mittel**: - **Religiös motivierte Theorie**: Es gibt ethische Beschränkungen hinsichtlich der Mittel und Methoden, die im Krieg eingesetzt werden dürfen. Zum Beispiel dürfen keine unnötigen Grausamkeiten begangen werden, und es muss eine Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten gemacht werden. - **Rechtliche Betrachtung**: Diese Beschränkungen sind in internationalen Abkommen wie den Genfer Konventionen kodifiziert. Es gibt klare Regeln für den Schutz von Zivilisten und die Behandlung von Kriegsgefangenen. Die religiös motivierte Theorie des gerechten Kriegs und die rein rechtliche Betrachtung des Krieges bieten unterschiedliche Perspektiven und Kriterien für die Bewertung der Legitimität und Moralität von Kriegen. Beide Ansätze haben jedoch das gemeinsame Ziel, die Gewalt zu begrenzen und den Frieden zu fördern.
Albert Einstein äußerte sich mehrfach kritisch zu Krieg und Propaganda. Er war überzeugter Pazifist (zumindest in großen Teilen seines Lebens) und warnte immer wieder vor den Gef... [mehr]
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