Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen (auch „Kleiderge... [mehr]
Die Aussage, dass der mittelalterliche Landesausbau ein permanenter Kampf mit sinkenden Grenzerträgen war, trifft in vielerlei Hinsicht zu, muss aber differenziert betrachtet werden. Im Hochmittelalter (etwa 11.–13. Jahrhundert) kam es in Mitteleuropa zu einer starken Bevölkerungszunahme. Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, wurden neue Flächen urbar gemacht: Wälder wurden gerodet, Moore entwässert, Sümpfe trockengelegt und sogar weniger ertragreiche Böden erschlossen. Dieser Prozess wird als „Landesausbau“ bezeichnet. Mit der Erschließung immer neuer Flächen stießen die Menschen jedoch zunehmend an natürliche Grenzen. Die besten Böden wurden zuerst genutzt, danach folgten immer weniger ertragreiche Gebiete. Das bedeutet, dass der zusätzliche Ertrag („Grenzertrag“) pro neu erschlossener Fläche tendenziell abnahm. Die landwirtschaftliche Produktivität pro Flächeneinheit sank also mit der Zeit, während der Arbeitsaufwand stieg. In diesem Sinne war der Landesausbau tatsächlich ein Kampf gegen sinkende Grenzerträge. Die Pestwellen des 14. Jahrhunderts (vor allem die große Pest von 1347–1353) führten zu einem massiven Bevölkerungsrückgang. In der Folge wurden viele der zuvor mühsam erschlossenen, aber wenig ertragreichen Flächen wieder aufgegeben („Wüstungsperiode“). Die verbliebene Bevölkerung konnte sich auf die besseren Böden konzentrieren, was die landwirtschaftliche Produktivität pro Kopf wieder steigen ließ. Zusammengefasst: Ja, der mittelalterliche Landesausbau war in gewisser Weise ein permanenter Kampf mit sinkenden Grenzerträgen, da immer schlechtere Böden erschlossen werden mussten. Die Pest führte dann dazu, dass viele dieser Grenzflächen wieder aufgegeben wurden, weil sie sich unter den neuen Bedingungen nicht mehr lohnten. Weitere Informationen findest du z.B. hier: - [Landesausbau im Mittelalter – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Landesausbau) - [Wüstungsperiode – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCstungsperiode)
Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen (auch „Kleiderge... [mehr]
Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen, die genau festlegten,... [mehr]
Im europäischen Mittelalter war die offizielle Haltung gegenüber homosexuellen Beziehungen meist ablehnend, insbesondere durch die Kirche und das kanonische Recht. Dennoch gab es Milieus und... [mehr]
Lyon spielte im Mittelalter eine bedeutende Rolle, sowohl politisch als auch wirtschaftlich und religiös: 1. **Religiöses Zentrum:** Lyon war ein wichtiges kirchliches Zentrum. Bereits seit... [mehr]
Eine Pfalz ist ursprünglich eine befestigte Residenz oder ein Herrschaftssitz eines Königs oder Kaisers im Mittelalter, insbesondere im Heiligen Römischen Reich. Der Begriff stammt vom... [mehr]
Die These, dass Karl der Große (Charlemagne) gar nicht existiert habe, ist eine sogenannte „Phantomzeit-Hypothese“. Diese wurde vor allem vom deutschen Publizisten Heribert Illig in... [mehr]
Ein Komturorden ist ein Ritterorden, bei dem der Titel „Komtur“ (von lateinisch „commendator“ = Verwalter, Befehlshaber) eine bestimmte Rangstufe innerhalb des Ordens bezeichne... [mehr]
Beim sogenannten Kinderkreuzzug von 1212 handelt es sich um ein historisch umstrittenes Ereignis, das von zwei großen Gruppen von Kindern und Jugendlichen aus Frankreich und Deutschland berichte... [mehr]
Die sogenannten Kinderkreuzzüge waren zwei große, aber historisch schwer fassbare Bewegungen im Jahr 1212, bei denen sich Tausende Kinder und Jugendliche aus Frankreich und Deutschland auf... [mehr]
Im Mittelalter wurde die Frage, wer König wurde, je nach Zeit und Region unterschiedlich entschieden. Grundsätzlich gab es zwei Hauptwege zur Königswürde: Erbfolge und Wahl. **1.... [mehr]