Warum führt Isopropanol zur DNA-Präzipitation im Zellhomogenat?

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Die Präzipitation von DNA durch die Zugabe von Isopropanol zu einem Zellhomogenat beruht auf mehreren chemischen und physikalischen Prinzipien. 1. **Hydrophobe Wechselwirkungen**: DNA ist ein polares Molekül, das in wässriger Lösung gut löslich ist. Isopropanol ist ein unpolares Lösungsmittel, das die Polarität der Lösung verringert. Wenn Isopropanol hinzugefügt wird, verringert sich die Löslichkeit der DNA, was dazu führt, dass sie aus der Lösung ausfällt. 2. **Salzkonzentration**: Oft wird Isopropanol in Kombination mit Salzen (wie Natriumacetat) verwendet. Diese Salze neutralisieren die negativen Ladungen der DNA, wodurch die Moleküle näher zusammenrücken können und die Präzipitation gefördert wird. 3. **Konzentrationseffekte**: Die Zugabe von Isopropanol erhöht die Konzentration der DNA in der Lösung, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass DNA-Moleküle aggregieren und ausfallen. Insgesamt führt die Kombination dieser Faktoren dazu, dass DNA in der Gegenwart von Isopropanol aus dem Zellhomogenat präzipitiert.

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