Was ist DNA-Methylierung in der Epigenetik?

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DNA-Methylierung ist ein zentraler Mechanismus der Epigenetik. Dabei werden Methylgruppen (–CH₃) an bestimmte Cytosin-Basen der DNA angehängt, meist an sogenannten CpG-Dinukleotiden. Diese chemische Modifikation nicht die DNAquenz selbst, beeinflusst aber, wie Gene abgelesen werden. In der Regel führt DNA-Methylierung dazu, dass Gene „abgeschaltet“ oder weniger aktiv sind. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Zellentwicklung, der Genregulation, der X-Chromosom-Inaktivierung und der Prägung (Imprinting). Auch bei Krankheiten wie Krebs sind Veränderungen im Methylierungsmuster der DNA häufig zu beobachten. Epigenetik bezeichnet allgemein alle erblichen Veränderungen der Genfunktion, die nicht auf Veränderungen der DNA-Sequenz zurückgehen. Neben der DNA-Methylierung gehören dazu auch andere Mechanismen wie Histon-Modifikationen oder nicht-kodierende RNAs. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Max-Planck-Gesellschaft: Epigenetik](https://www.mpg.de/epigenetik).

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