Was ist das Prozessmodell zur interkulturellen Kompetenz von Darla Deardorff?

Antwort

Das Prozessmodell zur interkulturellen Kompetenz von Darla Deardorff ist ein theoretischer Rahmen, der beschreibt, wie Individuen interkulturelle Kompetenz entwickeln können. Es basiert auf empirischen Studien und wurde in Zusammenarbeit mit Experten auf diesem Gebiet entwickelt. Das Modell besteht aus mehreren Komponenten, die in einem dynamischen und nicht-linearen Prozess miteinander interagieren. Hier sind die Hauptkomponenten des Modells: 1. **Einstellungen (Attitudes)**: Dies ist die Grundlage des Modells und umfasst Offenheit, Respekt und Neugier gegenüber anderen Kulturen. Diese Einstellungen sind notwendig, um den Prozess der interkulturellen Kompetenz zu beginnen. 2. **Wissen und Verstehen (Knowledge and Comprehension)**: Dies beinhaltet kulturelles Selbstbewusstsein, tiefes kulturelles Wissen und soziolinguistisches Bewusstsein. Es geht darum, sowohl die eigene Kultur als auch die Kulturen anderer zu verstehen. 3. **Fertigkeiten (Skills)**: Hierzu gehören Beobachtungs-, Hör- und Analysefähigkeiten sowie die Fähigkeit, kulturelle Unterschiede zu interpretieren und zu bewerten. 4. **Interne Ergebnisse (Internal Outcomes)**: Diese beziehen sich auf die interne Transformation des Individuums, wie z.B. eine veränderte Denkweise und eine erhöhte Flexibilität im Umgang mit kulturellen Unterschieden. 5. **Externe Ergebnisse (External Outcomes)**: Dies sind die sichtbaren Verhaltensweisen und Kommunikationsfähigkeiten, die zeigen, dass eine Person effektiv und angemessen in interkulturellen Situationen agieren kann. Das Modell betont, dass interkulturelle Kompetenz ein kontinuierlicher Lernprozess ist, der ständige Reflexion und Anpassung erfordert. Es ist nicht nur das Ergebnis eines einmaligen Trainings, sondern ein lebenslanger Entwicklungsprozess. Weitere Informationen zu Darla Deardorffs Modell können auf ihrer offiziellen Webseite oder in ihren Publikationen gefunden werden.

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