Wer zahlt die Kosten, wenn der Steuerberater Widerspruch einlegt?

Antwort

Wer die Kosten für einen Widerspruch trägt, den ein Steuerberater im Auftrag eines Mandanten einlegt, hängt von mehreren Faktoren ab: 1. **Mandant beauftragt den Steuerberater:** In der Regel beauftragt der Mandant (also du als Steuerpflichtiger) den Steuerberater, einen Widerspruch (z.B. gegen einen Steuerbescheid) einzulegen. Die Kosten für die Tätigkeit des Steuerberaters trägt grundsätzlich der Mandant. Das Honorar richtet sich meist nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). 2. **Erfolgreicher Widerspruch:** Wird dem Widerspruch ganz oder teilweise stattgegeben, kann das Finanzamt verpflichtet sein, die notwendigen Kosten des Verfahrens zu erstatten. Dazu zählen auch die Kosten für den Steuerberater, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig waren (§ 77 EStG, § 139 AO). Die Erstattung erfolgt aber nur auf Antrag und in angemessenem Umfang. 3. **Erfolgloser Widerspruch:** Bleibt der Widerspruch erfolglos, trägt der Mandant die Kosten des Steuerberaters selbst. Das Finanzamt erstattet in diesem Fall nichts. **Zusammengefasst:** Zunächst zahlt der Mandant den Steuerberater. Bei Erfolg kann das Finanzamt die Kosten (ganz oder teilweise) erstatten. Bei Misserfolg bleibt der Mandant auf den Kosten sitzen. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Bundessteuerberaterkammer](https://www.bstbk.de/) oder beim [Bundesministerium der Finanzen](https://www.bundesfinanzministerium.de/).

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