Warum erkennt die Katholische Kirche die Seher von Medjugorje nicht an, erlaubt aber Wallfahrten dorthin?

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Die katholische Kirche unterscheidet bei Erscheinungen wie in Medjugorje grundsätzlich zwischen der offiziellen Anerkennung der übernatürlichen Erscheinungen und der pastoralen Begleitung der Gläubigen, die dorthin pilgern. **Status der Erscheinungen:** Bislang hat die katholische Kirche die angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje nicht als übernatürlich anerkannt. Die zuständigen kirchlichen Autoritäten, zuletzt auch der Vatikan, haben erklärt, dass die Übernatürlichkeit der Erscheinungen nicht festgestellt werden kann („non constat de supernaturalitate“). Das bedeutet, dass weder eine Anerkennung noch eine endgültige Ablehnung vorliegt, aber Zweifel bestehen bleiben. Ein Schwindel wird also nicht ausgeschlossen, aber auch nicht definitiv behauptet. **Wallfahrten nach Medjugorje:** Trotz dieser Zurückhaltung hat Papst Franziskus 2019 erlaubt, dass offizielle Wallfahrten nach Medjugorje organisiert werden dürfen. Das bedeutet, dass Pfarreien und Diözesen Pilgerreisen dorthin anbieten können. Allerdings ist dies ausdrücklich **keine Anerkennung** der Erscheinungen selbst, sondern eine pastorale Entscheidung: Die Kirche sieht, dass viele Menschen in Medjugorje beten, beichten und ihren Glauben vertiefen. Sie möchte diese Gläubigen begleiten und sicherstellen, dass die Wallfahrten in einem katholischen Rahmen stattfinden. **Zusammengefasst:** Die Kirche erkennt die Seher und die Erscheinungen von Medjugorje nicht offiziell an, schließt einen Schwindel nicht aus, erlaubt aber Wallfahrten dorthin, um die Gläubigen seelsorgerisch zu begleiten. Die offizielle Haltung ist also: Offenheit für das Gute, das dort geschieht, aber keine Bestätigung der übernatürlichen Erscheinungen. Weitere Informationen findest du z.B. auf der offiziellen Seite des Vatikans: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-05/medjugorje-papst-franziskus-offizielle-wallfahrten.html

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