Unterschied zwischen regelmäßiger und dreißigjähriger Verjährungsfrist.

Antwort

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt in Deutschland gemäß § 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) drei Jahre. Diese Frist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. Die dreißigjährige Verjährungsfrist hingegen gilt für bestimmte Ansprüche, die in § 196 BGB aufgeführt sind. Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem der Anspruch entstanden ist, unabhängig von der Kenntnis des Gläubigers. Typische Beispiele für Ansprüche, die der dreißigjährigen Verjährungsfrist unterliegen, sind Ansprüche auf Herausgabe von Grundstücken oder Ansprüche aus einem Erbvertrag. Zusammengefasst: Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und ist an die Kenntnis des Gläubigers gebunden, während die dreißigjährige Verjährungsfrist für spezifische Ansprüche gilt und unabhängig von der Kenntnis des Gläubigers ist.

Kategorie: Recht Tags: Verjährung Frist Recht
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