Im Insolvenzverfahren hat der Schuldner nach der Freigabe seiner selbstständigen Tätigkeit bestimmte Rechte, die ihm eine Fortführung seines Unternehmens ermöglichen. Diese Rechte umfassen: 1. **Fortführung der selbstständigen Tätigkeit**: Der Schuldner kann seine selbstständige Tätigkeit fortsetzen, sofern dies im Interesse der Gläubiger ist und die Freigabe durch das Insolvenzgericht erfolgt ist. 2. **Verwaltung des Vermögens**: Nach der Freigabe darf der Schuldner sein Vermögen selbst verwalten und darüber verfügen, was ihm eine gewisse wirtschaftliche Freiheit zurückgibt. 3. **Einkommensfreibetrag**: Der Schuldner hat Anspruch auf einen bestimmten Freibetrag seines Einkommens, der ihm zur Sicherung des Lebensunterhalts dient. Dieser Freibetrag kann je nach persönlicher Situation variieren. 4. **Schutz vor Zwangsvollstreckung**: Während des Insolvenzverfahrens und nach der Freigabe der selbstständigen Tätigkeit ist der Schuldner vor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durch die Gläubiger geschützt, solange er sich an die Auflagen des Insolvenzverfahrens hält. 5. **Recht auf Information**: Der Schuldner hat das Recht, über den Stand des Verfahrens und die Entscheidungen des Insolvenzgerichts informiert zu werden. 6. **Mitwirkungspflicht**: Der Schuldner ist verpflichtet, aktiv an der Sanierung seines Unternehmens mitzuwirken und die Gläubiger über wesentliche Änderungen zu informieren. Diese Rechte sollen dem Schuldner helfen, seine wirtschaftliche Situation zu stabilisieren und eine Rückkehr in die Selbstständigkeit zu ermöglichen.