Der zentrale Gedanke von Anna Freud in Bezug auf Kinder war, dass Kinder keine "kleinen Erwachsenen" sind, sondern sich in einem eigenen, entwicklungsabhängigen psychischen Zustand befi... [mehr]
Die psychodynamischen Therapiemethoden basieren auf mehreren wissenschaftlichen Grundannahmen: 1. **Unbewusste Prozesse**: Ein zentraler Aspekt ist die Annahme, dass viele psychische Prozesse unbewusst ablaufen. Konflikte, Wünsche und Erinnerungen, die nicht im Bewusstsein sind, beeinflussen das Verhalten und die Emotionen. 2. **Frühe Kindheitserfahrungen**: Die Entwicklung der Persönlichkeit wird stark durch frühkindliche Erfahrungen geprägt. Beziehungen zu wichtigen Bezugspersonen, insbesondere zu den Eltern, spielen eine entscheidende Rolle. 3. **Innere Konflikte**: Psychische Störungen entstehen oft aus inneren Konflikten zwischen verschiedenen Teilen der Psyche, wie dem Es (Triebe), dem Ich (Realität) und dem Über-Ich (moralische Standards). 4. **Abwehrmechanismen**: Menschen nutzen Abwehrmechanismen, um mit Angst und inneren Konflikten umzugehen. Diese Mechanismen können jedoch auch zu psychischen Problemen führen, wenn sie übermäßig oder maladaptiv eingesetzt werden. 5. **Übertragung und Gegenübertragung**: In der therapeutischen Beziehung können Gefühle und Erwartungen, die ursprünglich in anderen Beziehungen entstanden sind, auf den Therapeuten übertragen werden (Übertragung). Der Therapeut kann ebenfalls emotionale Reaktionen auf den Patienten zeigen (Gegenübertragung), was wichtige Einsichten in die Dynamik des Patienten ermöglicht. 6. **Symbolik und Traumdeutung**: Träume und Symbole sind wichtige Elemente, die Einblicke in das Unbewusste geben können. Ihre Analyse kann helfen, verborgene Konflikte und Wünsche zu verstehen. Diese Grundannahmen bilden die Basis für verschiedene psychodynamische Therapieansätze, wie die klassische Psychoanalyse, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und andere verwandte Methoden.
Der zentrale Gedanke von Anna Freud in Bezug auf Kinder war, dass Kinder keine "kleinen Erwachsenen" sind, sondern sich in einem eigenen, entwicklungsabhängigen psychischen Zustand befi... [mehr]
Anna Freud hatte eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung der Kindertherapie. Sie war eine der ersten, die die Psychoanalyse speziell auf Kinder anwendete und weiterentwickelte. Im Gegensatz z... [mehr]
An der Psychoanalyse werden häufig folgende Kritikpunkte geäußert: 1. **Mangelnde Wissenschaftlichkeit:** Viele Kritiker bemängeln, dass zentrale Annahmen der Psychoanalyse (z. B... [mehr]
Angst ist oft ein unbewusster Zustand, weil sie tief in den grundlegenden Schutzmechanismen des menschlichen Gehirns verankert ist. Das limbische System, insbesondere die Amygdala, bewertet ständ... [mehr]
In der Psychoanalyse, insbesondere nach Sigmund Freud, wird Liebe als ein komplexes psychisches Phänomen verstanden, das eng mit unbewussten Wünschen, Trieben und frühen Beziehungserfah... [mehr]
Eine unausgewogene Dynamik zwischen den Instanzen Es, Ich und Über-Ich – wie sie Sigmund Freud in seiner Psychoanalyse beschreibt – kann zu verschiedenen psychischen und sozialen Prob... [mehr]
Helmut Dahmer bestimmt in seinem Text „Psychoanalyse als Gesellschaftstheorie“ die spezifische Leistung der Psychoanalyse als die Aufdeckung und Analyse unbewusster psychischer Prozesse, d... [mehr]