Lew Wygotski war ein sowjetischer Psychologe, der gezeigt hat, dass Denken nicht isoliert im Kopf entsteht, sondern vor allem durch Sprache, soziale Beziehungen und kulturelle Umgebung geformt wird. W...
Wie erklären Behaviorismus und Kognitivismus das Lernen im Vergleich?
Antwort vomDer Behaviorismus und der Kognitivismus sind zwei grundlegende Lerntheorien, die Lernen unterschiedlich erklären: **Behaviorismus:** - Der Behaviorismus sieht Lernen als eine Verhaltensänderung, die durch Reize (Stimuli) aus der Umwelt und die darauf folgenden Reaktionen (Reaktionen/Verhalten) entsteht. - Lernen erfolgt durch Konditionierung: Klassische Konditionierung (Pawlow) und Operante Konditionierung (Skinner). - Innere mentale Prozesse werden weitgehend ignoriert; nur beobachtbares Verhalten zählt. - Beispiel: Ein Kind lernt, auf eine Glocke zu reagieren, weil es immer dann Futter bekommt (klassische Konditionierung). **Kognitivismus:** - Der Kognitivismus betrachtet Lernen als einen aktiven, inneren Prozess der Informationsverarbeitung. - Mentale Prozesse wie Denken, Erinnern, Problemlösen und Verstehen stehen im Mittelpunkt. - Lernen ist nicht nur eine Reaktion auf äußere Reize, sondern beinhaltet das Verarbeiten, Speichern und Abrufen von Informationen. - Beispiel: Ein Kind lernt, eine Matheaufgabe zu lösen, indem es die zugrundeliegenden Regeln versteht und anwendet. **Vergleich:** - Behaviorismus: Fokus auf äußeres, beobachtbares Verhalten; Lernen als Reiz-Reaktions-Verknüpfung. - Kognitivismus: Fokus auf innere mentale Prozesse; Lernen als Informationsverarbeitung und Wissensaufbau. Weitere Informationen zu den Theorien findest du z.B. bei [spektrum.de](https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/behaviorismus/1862) und [studysmarter.de](https://www.studysmarter.de/schule/psychologie/lerntheorien/kognitivismus/).