Von einem pauschalen „Asylproblem“ zu sprechen, ist zu grob: Die Schweiz hat kein einzelnes Problem, sondern drei konkrete Baustellen zugleich – Unterbringung, Verfahrenssteuerung un...
Warum gelten die Verträge zwischen der Schweiz und der EU jetzt als bilateral, obwohl sie zuvor nicht so bezeichnet wurden?
Antwort vomDie Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) basieren seit den 1990er Jahren auf sogenannten bilateralen Verträgen. Das bedeutet, dass die Schweiz und die EU eine Vielzahl von Einzelabkommen abgeschlossen haben, die jeweils bestimmte Bereiche regeln (z.B. Personenfreizügigkeit, Forschung, Luftverkehr). Diese Abkommen werden als „bilateral“ bezeichnet, weil sie zwischen zwei Parteien – der Schweiz und der EU – ausgehandelt wurden, im Gegensatz zu einem umfassenden Rahmenabkommen oder einer EU-Mitgliedschaft. Möglicherweise gab es ein Missverständnis: Die Verträge zwischen der Schweiz und der EU sind seit jeher bilateral, also zweiseitig. Was sich in den letzten Wochen geändert hat, ist nicht die Natur der Verträge, sondern die Diskussion um ein neues „Paket“ von bilateralen Abkommen oder ein institutionelles Rahmenabkommen, das die bestehenden bilateralen Verträge weiterentwickeln und vereinfachen soll. Zusammengefasst: - Die bestehenden Verträge sind und waren immer bilateral. - Die aktuelle Diskussion dreht sich um die Weiterentwicklung oder Erneuerung dieser bilateralen Beziehungen. Weitere Informationen findest du z.B. auf der offiziellen Seite des [Staatssekretariats für europäische Angelegenheiten der Schweiz](https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/aussenpolitik/europapolitik/bilaterale-abkommen.html) oder bei der [Europäischen Kommission](https://ec.europa.eu/info/business-economy-euro/relations-outside-eu/bilateral-relations/non-eu-countries/switzerland_de). Falls es auf frage.de eine andere Aussage gab, könnte es sich um ein Missverständnis oder eine ungenaue Formulierung gehandelt haben. Die Verträge zwischen der Schweiz und der EU sind jedoch seit jeher bilateral.
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