Wie bewerten Linke das Kahl­scheren von Frauen, die mit Nazis liiert waren?

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Das Thema „Kahlscheren“ von Frauen, die mit Nazis liiert waren, bezieht sich auf die Praxis nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere in Frankreich, aber auch in anderen europäischen Ländern, Frauen öffentlich zu demütigen, indem man ihnen als Strafe für Kollaboration mit deutschen Besatzern die Haare abschnitt. Diese Praxis wird heute von den meisten politischen und gesellschaftlichen Gruppen, einschließlich der politischen Linken, kritisch betrachtet. Linke Positionen dazu sind in der Regel geprägt von einer Ablehnung solcher kollektiver und geschlechtsspezifischer Bestrafungen. Aus linker Sicht wird das Kahlscheren oft als sexistische, patriarchale und willkürliche Form der Sippenhaft und öffentlichen Demütigung verurteilt, die Frauen für Beziehungen oder mutmaßliche Kollaboration härter bestrafte als Männer. Linke Historiker*innen und Aktivist*innen betonen meist, dass diese Praxis weniger mit Gerechtigkeit als mit Rache, Kontrolle über weibliche Sexualität und der Wiederherstellung männlicher Dominanz nach der Besatzungszeit zu tun hatte. Zusammengefasst: Die meisten Linken lehnen das Kahlscheren als ungerechte, sexistische und symbolische Gewalt ab und sehen darin ein Beispiel für die problematische Aufarbeitung von Kollaboration nach dem Krieg.

Kategorie: Politik Tags: Linke Kahlscheren NS-Zeit

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