Wirkungsweise phasenunspezifischer Zytostatika?

Antwort

Phasenunspezifische Zytostatika sind Medikamente, die in der Krebsbehandlung eingesetzt werden und unabhängig vom Zellzyklus wirken. Das bedeutet, dass sie Tumorzellen in allen Phasen ihres Zellzyklus angreifen können, einschließlich der Ruhephase (G0), der Wachstumsphasen (G1, S, G2) und der Mitose (M). Die Wirkungsweise dieser Zytostatika beruht häufig auf der Schädigung der DNA oder der Hemmung von Prozessen, die für die Zellteilung notwendig sind. Zu den häufigsten phasenunspezifischen Zytostatika gehören: 1. **Alkylanzien**: Diese Medikamente binden kovalent an die DNA und führen zu DNA-Strangbrüchen, was die Zellteilung hemmt. 2. **Platinverbindungen**: Sie verursachen ebenfalls DNA-Schäden, indem sie DNA-Stränge kreuzvernetzen. 3. **Anthrazykline**: Diese hemmen die DNA-Synthese und verursachen oxidative Schäden an der DNA. Da sie in allen Phasen des Zellzyklus wirken, sind phasenunspezifische Zytostatika besonders effektiv gegen schnell teilende Tumorzellen, die in verschiedenen Phasen des Zellzyklus aktiv sind. Allerdings können sie auch gesunde Zellen schädigen, was zu Nebenwirkungen führt.

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