Weg des Medikaments bei rektaler Verabreichung

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Der Weg des Medikaments bei rektaler Verabreichung erfolgt in mehreren Schritten: 1. **Verabreichung: Das Medikament wird in Form von Zäpfchen, Lösungen oder Schäumen in den Enddarm eingeführt. Dies kann manuell oder mit einem Applikator geschehen. 2. **Aufnahme**: Nach der Verabreichung löst sich das Zäpfchen oder die Lösung im Rektum auf. Die Schleimhaut im Rektum hat eine hohe Durchlässigkeit, was eine schnelle Aufnahme der Wirkstoffe ermöglicht. 3. **Verteilung**: Die Wirkstoffe gelangen über die Blutgefäße der Rektalschleimhaut in den Blutkreislauf. Ein Teil des Medikaments kann auch über die Pfortader in die Leber gelangen, wo es metabolisiert wird. 4. **Wirkung**: Die Wirkung des Medikaments setzt in der Regel schneller ein als bei oraler Einnahme, da es nicht den Magen-Darm-Trakt durchlaufen muss und somit eine höhere Bioverfügbarkeit aufweisen kann. 5. **Ausscheidung**: Unverwertete Reste des Medikaments werden über den Stuhl ausgeschieden. Die rektale Verabreichung wird häufig verwendet, wenn eine orale Einnahme nicht möglich ist, z.B. bei Übelkeit, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit.