Warum sind Betablocker bei KHK sinnvoll, obwohl spezifische Beta-1-Blocker auch Beta-2 blockieren können, was die Koronarien kontrahiert?

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Betablocker sind bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) sinnvoll, weil sie vor allem die Herzfrequenz und den Blutdruck senken, was die Herzarbeit reduziert und somit den Sauerstoffbedarf des Herzens verringert. Dies kann helfen, Angina pectoris zu lindern und das Risiko von Herzinfarkten zu senken. Obwohl spezifische Beta-1-Blocker auch eine gewisse Affinität zu Beta-2-Rezeptoren haben, ist ihre Wirkung auf die Beta-1-Rezeptoren im Herzen und in den Blutgefäßen entscheidend. Die Blockade der Beta-1-Rezeptoren führt zu einer Verringerung der Herzfrequenz und der Kontraktionskraft des Herzens, was die Belastung des Herzens verringert. Die Beta-2-Rezeptoren sind vor allem in den Bronchien und den Blutgefäßen der Muskulatur lokalisiert. Ihre Blockade kann in einigen Fällen zu einer Vasokonstriktion führen, jedoch ist dieser Effekt bei den meisten Patienten nicht signifikant genug, um die Vorteile der Betablocker bei der Behandlung von KHK zu überwiegen. Zudem haben viele moderne Beta-Blocker eine höhere Selektivität für Beta-1-Rezeptoren, was die unerwünschten Effekte auf die Beta-2-Rezeptoren minimiert. Insgesamt überwiegen die positiven Effekte der Betablocker auf die Herzfunktion und die Reduktion des Myokard-Sauerstoffbedarfs die potenziellen negativen Effekte auf die Koronarien.

Kategorie: Medizin Tags: Betablocker KHK Herz

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