Kann eine Lungenszintigraphie thromboembolische Ereignisse auslösen?

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Eine Lungenszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Beurteilung der Lungenperfusion und -ventilation eingesetzt wird, insbesondere bei Verdacht auf eine Lungenembolie. Dabei werden radioaktive Substanzen (Tracer) in die Blutbahn injiziert oder inhaliert. Das Risiko, dass eine Lungenszintigraphie selbst thromboembolische Ereignisse (wie z.B. eine neue Lungenembolie oder Thrombose) auslöst, ist äußerst gering. Die verwendeten Tracer (z.B. Technetium-99m-markierte Makroaggregierte Albuminpartikel) sind so konzipiert, dass sie keine Gefäßverschlüsse verursachen. Die Partikelgröße ist zwar so gewählt, dass sie in den Lungenkapillaren hängen bleiben und so die Durchblutung sichtbar machen, aber die Menge und Größe sind so gering, dass sie keine klinisch relevanten Embolien auslösen. In sehr seltenen Fällen und bei bestimmten Vorerkrankungen (z.B. bei schwerer pulmonaler Hypertonie oder ausgeprägten Shunts) kann es zu Komplikationen kommen, aber thromboembolische Ereignisse als direkte Folge der Untersuchung sind extrem selten und werden in der Literatur praktisch nicht beschrieben. Zusammengefasst: Eine Lungenszintigraphie fördert in der Regel keine thromboembolischen Ereignisse. Das Verfahren gilt als sicher, Komplikationen sind sehr selten. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin](https://www.nuklearmedizin.de/patienten/diagnostik/lungenszintigraphie.php).

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