Makroaggregierte Albuminpartikel (MAA) werden seit den 1960er Jahren für die Lungenszintigraphie verwendet. Die Einführung von MAA als Radiopharmakon für die Perfusionsszintigraphie der... [mehr]
Eine Lungenszintigraphie (auch Lungenperfusionsszintigraphie genannt) ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Diagnose von Lungenembolien eingesetzt wird. Dabei werden schwach radioaktive Substanzen in die Blutbahn injiziert, um die Durchblutung der Lunge sichtbar zu machen. Beim Antiphospholipid-Syndrom (APS) besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien, da das Blut eine erhöhte Gerinnungsneigung aufweist. Die Lungenszintigraphie selbst verstärkt oder verursacht jedoch keine Lungenembolie – auch nicht bei Patienten mit APS. Die verwendeten radioaktiven Substanzen (meist Makroaggregierte Albuminpartikel, MAA) sind so dosiert und konzipiert, dass sie keine klinisch relevanten Embolien auslösen. Die Menge und Größe der Partikel sind sehr gering und werden speziell so gewählt, dass sie keine Gefährdung darstellen, auch nicht bei Patienten mit erhöhter Thromboseneigung. In sehr seltenen Ausnahmefällen kann es bei vorbestehenden schweren Lungenerkrankungen oder bei massiver pulmonaler Hypertonie zu Komplikationen kommen, aber eine Verstärkung einer bestehenden Lungenembolie durch die Szintigraphie ist nicht zu erwarten. Fazit: Eine Lungenszintigraphie verstärkt eine Lungenembolie bei einem APS nicht. Das Verfahren gilt auch bei Gerinnungsstörungen als sicher. Bei individuellen Risiken sollte die Indikation jedoch immer sorgfältig durch den behandelnden Arzt geprüft werden.
Makroaggregierte Albuminpartikel (MAA) werden seit den 1960er Jahren für die Lungenszintigraphie verwendet. Die Einführung von MAA als Radiopharmakon für die Perfusionsszintigraphie der... [mehr]
Eine Lungenszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Beurteilung der Lungenperfusion und -ventilation eingesetzt wird, insbesondere bei Verdacht auf eine Lungenembolie. Dabei werden radioa... [mehr]