Wie haftet medizinisches Personal bei falscher Medikamentegabe?

Antwort

Medizinisches Personal haftet bei falscher Medikamentengabe in der Regel zivilrechtlich und möglicherweise auch strafrechtlich. Die Haftung kann sich aus verschiedenen rechtlichen Grundlagen ergeben: 1. **Zivilrechtliche Haftung**: Wenn ein Patient durch die falsche Medikamentengabe geschädigt wird, kann er Schadensersatzansprüche gegen das medizinische Personal oder die Einrichtung geltend machen. Hierbei wird geprüft, ob eine Pflichtverletzung vorlag, die zu dem Schaden geführt hat. Das medizinische Personal muss die Sorgfalt eines durchschnittlichen Fachkollegen einhalten. 2. **Strafrechtliche Haftung**: In schweren Fällen, insbesondere wenn die falsche Medikamentengabe zu schweren gesundheitlichen Schäden oder zum Tod des Patienten führt, kann auch eine strafrechtliche Verantwortung in Betracht kommen. Hierbei können Straftatbestände wie Körperverletzung oder fahrlässige Tötung relevant sein. 3. **Berufsrechtliche Konsequenzen**: Neben zivil- und strafrechtlichen Folgen kann es auch berufsrechtliche Konsequenzen geben, wie beispielsweise die Einleitung eines Verfahrens vor der zuständigen Ärztekammer oder Pflegekammer. Die genaue Haftung hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, einschließlich der Art des Fehlers, der Schwere der Folgen und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

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