Was passiert mit einer Heizungsanlage, wenn lange kein Wasser mehr im Kreislauf war?

Antwort

Wenn in einer Heizungsanlage über längere Zeit kein Wasser mehr im Kreislauf ist, können verschiedene Probleme auftreten: 1. **Korrosion:** Ohne Wasser fehlt die schützende Schicht, die sich normalerweise an den Innenwänden der Rohre und Heizkörper bildet. Sauerstoff aus der Luft kann ungehindert an das Metall gelangen, was zu verstärkter Korrosion (Rostbildung) führt. 2. **Austrocknung von Dichtungen:** Viele Dichtungen und Ventile in Heizungsanlagen sind auf eine gewisse Feuchtigkeit angewiesen. Ohne Wasser können sie austrocknen, spröde werden und später undicht sein. 3. **Ablagerungen und Schmutz:** Rückstände, die sich im System befinden, können eintrocknen und sich festsetzen. Das kann beim Wiederbefüllen zu Verstopfungen oder Funktionsstörungen führen. 4. **Schäden an der Pumpe:** Heizungsumwälzpumpen sind für den Betrieb mit Wasser ausgelegt. Ohne Wasser kann die Pumpe überhitzen oder beschädigt werden, wenn sie versehentlich eingeschaltet wird. 5. **Luft im System:** Beim Wiederbefüllen gelangt viel Luft ins System, was zu Gluckergeräuschen, ungleichmäßiger Wärmeverteilung und Korrosionsgefahr führen kann. **Fazit:** Eine längere Trockenlegung schadet der Heizungsanlage. Vor einer Wiederinbetriebnahme sollte das System sorgfältig gespült, befüllt und entlüftet werden. Im Zweifel empfiehlt sich die Kontrolle durch einen Fachbetrieb.

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