Warum kommt es in der zweiten Zyklushälfte zu Verstopfung und warum wirken übliche Maßnahmen nicht?

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In der zweiten Zyklushälfte, also nach dem Eisprung bis zur nächsten Periode (Lutealphase), steigt der Progesteronspiegel im Körper an. Progesteron ist ein Hormon, das unter anderem dafür sorgt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Es wirkt aber auch auf die glatte Muskulatur im Körper – dazu gehört auch die Muskulatur des Darms. Progesteron verlangsamt die Darmbewegungen (Peristaltik), wodurch der Stuhl länger im Darm bleibt und mehr Wasser entzogen wird. Das kann zu Verstopfung führen. Viele Frauen bemerken deshalb in dieser Zyklusphase eine Veränderung der Verdauung. Dass übliche Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, viel Trinken oder Bewegung nicht immer helfen, liegt daran, dass die hormonelle Wirkung sehr stark sein kann. Der Einfluss von Progesteron auf die Darmmuskulatur lässt sich durch diese Maßnahmen manchmal nur begrenzt ausgleichen. Sollte die Verstopfung sehr stark sein, länger anhalten oder mit anderen Beschwerden einhergehen, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. In manchen Fällen können auch andere Ursachen vorliegen oder gezielte medizinische Maßnahmen notwendig sein.

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