Hilft roter Reis bei Rheuma?

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Roter Reis, auch als „Rotschimmelreis“ bekannt, ist ein fermentiertes Produkt, das traditionell in der asiatischen Küche verwendet wird. Er enthält Monacolin K, einen Stoff, der chemisch identisch mit dem Wirkstoff Lovastatin ist, der zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt wird. **Im Zusammenhang mit Rheuma:** - Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass roter Reis direkt gegen rheumatische Erkrankungen (wie rheumatoide Arthritis) hilft oder diese lindert. - Rheuma ist eine entzündliche Erkrankung, bei der vor allem Medikamente wie entzündungshemmende Mittel, Immunsuppressiva und Biologika eingesetzt werden. - Roter Reis kann Nebenwirkungen haben, insbesondere auf die Leber und die Muskulatur, ähnlich wie verschreibungspflichtige Statine. Das ist besonders relevant, da manche Rheuma-Medikamente ebenfalls die Leber belasten können. **Wichtige Hinweise:** - Die Einnahme von rotem Reis sollte immer mit einem Arzt abgesprochen werden, besonders wenn bereits Medikamente eingenommen werden oder Vorerkrankungen bestehen. - Nahrungsergänzungsmittel mit rotem Reis sind in ihrer Zusammensetzung und Dosierung oft nicht standardisiert, was das Risiko für Nebenwirkungen erhöht. **Fazit:** Roter Reis ist kein anerkanntes Mittel zur Behandlung von Rheuma. Bei rheumatischen Erkrankungen sollte die Therapie immer in Absprache mit einem Facharzt erfolgen. Weitere Informationen zu rotem Reis findest du z.B. bei [Bundesinstitut für Risikobewertung](https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2019/22/rote_reisprodukte_koennen_gesundheitliche_risiken_bergen-244312.html).

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