Ja. Die kleinen, festen Knospen tief in der Mitte der Blattrosette sind meist genau die jungen Löwenzahn-Blütenknospen, die kulinarisch am besten sind: noch geschlossen, kompakt und deutlich...
Woran erkenne ich sicher, dass eine im Februar gefundene Blattrosette ein Blatt von Wiesenkerbel ist?
Antwort vomSicher erkennen lässt sich Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) im **Februar** an der **Kombination** mehrerer Merkmale – und daran, dass er leicht mit teils gefährlichen Doldenblütlern verwechselt werden kann. Allein „Blattrosette“ ist oft nicht 100% beweissicher. **Merkmale, die im Februar gut taugen (Blattrosette/Blätter):** - **Blattform:** sehr **fein gefiedert**, „farnartig“, meist **2–3-fach gefiedert**; die Endabschnitte sind eher **dreieckig bis lanzettlich** und deutlich eingeschnitten. - **Behaarung:** Blätter und Blattstiele wirken oft **leicht behaart** (nicht immer stark, aber selten komplett „glatt-glänzend“). - **Geruch (sehr wichtig):** beim Zerreiben **mild aromatisch** (kerbel-/petersilienartig), **nicht** stechend, nicht „mäuselig“, nicht unangenehm. - **Blattstiel/Blattscheide:** am Stängelgrund (bei älteren Rosetten/überwinternden Trieben) eine **typische Blattscheide** der Doldenblütler; beim Wiesenkerbel meist **grün**, ohne auffällige Flecken. - **Standort-Hinweis:** häufig an **Wiesenrändern, Wegrainen, Hecken**, nährstoffreich; im Februar oft als frische Rosette aus dem Vorjahr/Überwinterung. **Ausschlussmerkmale (Warnzeichen gegen Wiesenkerbel):** - **Deutlich violett gefleckte** Stiele/Stängel oder sehr glatte, „lackige“ Anmutung → kann in Richtung **Schierling**-Verwandte gehen (nicht anfassen/verwenden). - **Stark behaarte, grobe, „borstige“ Blätter** → eher **Bärenklau**-Verwandte. - **Sehr glänzende, breitlappige** Blätter (nicht fein gefiedert) → eher **Scharbockskraut** u.ä. (kein Doldenblütler). - **„Mäuseurin“-Geruch** beim Zerreiben → Warnsignal (nicht verwenden). **Warum „sicher“ im Februar schwierig ist:** Viele Doldenblütler sehen als Rosette sehr ähnlich aus; die wirklich belastbaren Merkmale kommen oft erst mit **Stängel, Blüten und später Früchten** (bei Wiesenkerbel typischerweise im Frühjahr). **Sicherheitsregel (praktisch):** Ohne eindeutige Merkmalskette (inkl. Geruch + mehrere Blattdetails) und ohne Blüte/Frucht **nicht zum Verzehr bestimmen** – Verwechslungen können gefährlich sein. Seriöse Bestimmungsinfos/Bilder: https://www.floraweb.de/ (Wiesenkerbel: Anthriscus sylvestris)
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