Welche Medikamente erhalten Hunde bei Nierenerkrankungen?

Antwort

Bei Nierenerkrankungen bei Hunden steht die medikamentöse Behandlung meist im Zusammenhang mit dem Stadium der Erkrankung und den individuellen Symptomen. Es gibt keine Medikamente, die die Nierenfunktion direkt wiederherstellen, aber verschiedene Präparate können helfen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Typische Medikamente und Maßnahmen sind: 1. **Spezielle Nierendiät**: Kein Medikament, aber sehr wichtig. Spezielle Diätfuttermittel mit reduziertem Eiweiß-, Phosphor- und Natriumgehalt entlasten die Nieren. 2. **Phosphatbinder**: Wenn der Phosphatspiegel im Blut zu hoch ist, werden Medikamente wie Aluminiumhydroxid oder Lanthancarbonat eingesetzt, um die Aufnahme von Phosphat aus dem Futter zu verringern. 3. **ACE-Hemmer**: Medikamente wie Benazepril oder Enalapril können helfen, den Blutdruck zu senken und die Nieren zu entlasten. 4. **Blutdrucksenker**: Bei Bluthochdruck werden oft zusätzliche blutdrucksenkende Mittel verschrieben. 5. **Kaliumpräparate**: Bei Kaliummangel kann eine Supplementierung notwendig sein. 6. **Antiemetika**: Medikamente wie Maropitant (Cerenia) oder Metoclopramid helfen gegen Übelkeit und Erbrechen. 7. **Appetitanreger**: Mirtazapin wird manchmal eingesetzt, um den Appetit zu steigern. 8. **Erythropoetin-Analoga**: Bei schwerer Anämie durch Nierenversagen kann ein Erythropoetin-Präparat notwendig sein. 9. **Infusionstherapie**: Zur Unterstützung der Nierenfunktion und zur Entgiftung werden oft Infusionen verabreicht. Die genaue Auswahl und Dosierung der Medikamente sollte immer durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt erfolgen, da sie individuell auf den Hund und das Stadium der Erkrankung abgestimmt werden muss. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Tiermedizinportal.de](https://www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/hund/nierenerkrankung-beim-hund/110574).

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