Warum wird die Altersvorsorgezulage im Rentenalter zur Steuer addiert?

Antwort

Die Altersvorsorgezulage (auch Riester-Zulage genannt) wird während der Ansparphase einer Riester-Rente vom Staat als Förderung gezahlt. Während dieser Zeit sind die Einzahlungen (eigene Beiträge plus Zulagen) steuerlich begünstigt: Sie können als Sonderausgaben abgesetzt werden, was die Steuerlast während des Erwerbslebens senkt. Wenn du dann im Rentenalter die Riester-Rente ausgezahlt bekommst, werden diese Auszahlungen – und damit auch der Anteil, der durch die Zulagen gefördert wurde – als Einkommen betrachtet und müssen versteuert werden. Das nennt sich nachgelagerte Besteuerung. Das bedeutet: Die Steuer wird nicht in der Ansparphase, sondern erst bei Auszahlung im Rentenalter fällig. Der Grund dafür ist, dass der Staat eine doppelte steuerliche Begünstigung vermeiden will: Du sollst nicht sowohl in der Ansparphase Steuervorteile haben als auch die Auszahlungen steuerfrei erhalten. Deshalb werden die Auszahlungen, inklusive des Teils, der durch die Zulagen gefördert wurde, im Rentenalter als Einkommen versteuert und zur Steuer addiert. Weitere Informationen findest du z.B. auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Einkommensteuer/Altersvorsorge/riester-rente.html

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