Frühneuhochdeutsch und seine sprachliche Entwicklung

Antwort

Die frühneuhochdeutsche Sprache entwickelte sich etwa zwischen 1350 und 1650 und stellt Übergangsphase zwischen dem Mittelhochdeutschen und dem Neuhochdeutschen dar. In dieser Zeit kam es zu bedeutenden sprachlichen Veränderungen: 1. **Phonologische Veränderungen**: Es gab eine Vereinheitlichung der Lautsysteme, wobei viele Dialekte sich stärker aneinander anpassten. Die Lautverschiebung, die im Mittelhochdeutschen begann, setzte sich fort. 2. **Morphologische Entwicklungen**: Die Flexion der Substantive, Adjektive und Verben wurde einfacher. Die Kasusendungen wurden weniger differenziert, und die Verwendung von Artikel und Pronomen nahm zu. 3. **Syntax**: Die Satzstruktur wurde stabiler, und die Wortstellung näherte sich der heutigen Form an. Es gab eine Tendenz zur Verwendung von Subjekt-Verb-Objekt (SVO) als bevorzugte Satzstruktur. 4. **Lexikalische Veränderungen**: Der Wortschatz erweiterte sich durch den Einfluss anderer Sprachen, insbesondere durch den Kontakt mit dem Lateinischen und dem Französischen. Viele neue Begriffe und Konzepte wurden übernommen, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Technik. 5. **Schriftliche Überlieferung**: Die Entwicklung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert führte zu einer stärkeren Standardisierung der Sprache, da gedruckte Texte eine breitere Leserschaft erreichten und zur Verbreitung einer einheitlicheren Sprachform beitrugen. Diese Entwicklungen trugen dazu bei, dass sich das Neuhochdeutsche als einheitliche Sprache etablieren konnte, die bis heute verwendet wird.

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