Bei Pierre Bourdieu bezeichnet der Kapitalbegriff nicht nur ökonomisches Kapital (Geld, Besitz), sondern umfasst verschiedene Formen von Ressourcen, die Individuen oder Gruppen in sozialen Felder...
Grand Theories in der Soziologie sind umfassende theoretische Rahmenwerke, die darauf abzielen, die grundlegenden Strukturen und Prozesse der Gesellschaft zu erklären. Sie bieten weitreichende Erklärungen für soziale Phänomene und versuchen allgemeine Prinzipien zu formulieren, die auf verschiedene soziale Kontexte anwendbar sind. Einige der bekanntesten Grand Theories in der Soziologie sind: 1. **Strukturfunktionalismus**: Diese Theorie, die stark mit Talcott Parsons verbunden ist, betrachtet die Gesellschaft als ein komplexes System, dessen Teile zusammenarbeiten, um Stabilität und Ordnung zu gewährleisten. Jede Institution und Struktur in der Gesellschaft hat eine Funktion, die zum Gesamtsystem beiträgt. 2. **Konflikttheorie**: Diese Theorie, die auf den Arbeiten von Karl Marx basiert, sieht die Gesellschaft als ein Schauplatz von Ungleichheit und Konflikt. Sie betont die Rolle von Macht und ökonomischen Interessen in der Gestaltung sozialer Strukturen und betont, dass soziale Veränderungen oft durch Konflikte zwischen verschiedenen Gruppen entstehen. 3. **Symbolischer Interaktionismus**: Diese Theorie, die mit George Herbert Mead und Herbert Blumer verbunden ist, konzentriert sich auf die Mikroebene der sozialen Interaktion. Sie untersucht, wie Individuen durch Symbole und Sprache Bedeutungen schaffen und wie diese Bedeutungen soziale Realität formen. 4. **Systemtheorie**: Diese Theorie, die von Niklas Luhmann entwickelt wurde, betrachtet die Gesellschaft als ein System von Kommunikation. Sie betont die Komplexität und Selbstreferenzialität sozialer Systeme und wie diese Systeme durch Kommunikation operieren und sich selbst reproduzieren. Diese Theorien bieten unterschiedliche Perspektiven und Werkzeuge, um die komplexen und vielfältigen Aspekte der sozialen Welt zu analysieren und zu verstehen.
Bei Pierre Bourdieu bezeichnet der Kapitalbegriff nicht nur ökonomisches Kapital (Geld, Besitz), sondern umfasst verschiedene Formen von Ressourcen, die Individuen oder Gruppen in sozialen Felder...
Ungleichheitsdimensionen in der Soziologie bezeichnen verschiedene Bereiche, in denen gesellschaftliche Ungleichheiten auftreten und sich manifestieren. Bezogen auf die Soziale Arbeit sind diese Dimen...
Ein Beispiel für Großgruppen sind Organisationen oder Versammlungen mit einer sehr hohen Teilnehmerzahl, typischerweise ab etwa 20 bis mehreren hundert Personen. Konkrete Beispiele für...
Im soziologischen Sinne bezeichnet Resonanz ein Konzept, das vor allem vom deutschen Soziologen Hartmut Rosa geprägt wurde. Resonanz beschreibt dabei eine besondere Qualität der Beziehung zw...
Im soziologischen Sinne bezeichnet eine Institution ein dauerhaftes, etabliertes System von sozialen Regeln, Normen und Verhaltensmustern, das das Zusammenleben und Handeln von Menschen in einer Gesel...
Der Begriff „kulturelle Gewalt“ wurde vom norwegischen Friedensforscher Johan Galtung geprägt. Er bezeichnet damit jene Aspekte einer Kultur – etwa Religion, Ideologie, Sprache,...
Die Soziologie beschäftigt sich mit dem sozialen Handeln, indem sie untersucht, wie Individuen und Gruppen in sozialen Kontexten interagieren und welcheungen sie diesen Interaktionen beimessen. S...
Aggressionstheorien in der Soziologie beschäftigen sich mit den Ursachen und Formen von aggressivem Verhalten in sozialen Kontexten. Es gibt verschiedene Ansätze, die versuchen, Aggression z...
In der Soziologie bezeichnet der Begriff "veraltete Gesellschaft" eine Gesellschaft, die in ihren Strukturen, Werten und Normen nicht mehr zeitgemäß ist und sich nicht an die Ver&...
Die Familie im ist ein zentrales Thema der Soziologie, das die in der Struktur, den Funktionen und den Rollen innerhalb von Familien über die Zeit hinweg untersucht. Wichtige Aspekte sind: 1. **...