Ist es Zeit für ein neues Konzil und eine Erneuerung im katholischen Glauben, um zeitgemäß zu bleiben?

Antwort

Die Frage, ob es Zeit für ein neues Konzil und eine Erneuerung im katholischen Glauben ist, wird tatsächlich immer wieder diskutiert – sowohl innerhalb der Kirche als auch von Gläubigen und Theologen weltweit. Das letzte große Konzil, das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965), hat viele Reformen angestoßen, etwa in der Liturgie, im Verhältnis zu anderen Religionen und in der Rolle der Laien. Viele Menschen empfinden, dass die katholische Kirche heute vor neuen Herausforderungen steht: gesellschaftlicher Wandel, Missbrauchsskandale, der Umgang mit Frauen in der Kirche, Fragen zu Sexualität und Partnerschaft, Digitalisierung und der Rückgang von Gläubigen in vielen Ländern. Ein Konzil könnte ein Weg sein, um gemeinsam Antworten auf diese Fragen zu finden und die Kirche für die heutige Zeit neu auszurichten. Ob und wann ein neues Konzil einberufen wird, liegt allein in der Entscheidung des Papstes. Papst Franziskus setzt aktuell eher auf synodale Prozesse, wie etwa die Weltsynode zur Synodalität, bei der Gläubige weltweit eingebunden werden. Das ist zwar kein Konzil im klassischen Sinn, aber ein Versuch, die Kirche dialogischer und partizipativer zu gestalten. Ob ein neues Konzil tatsächlich kommt und wie es aussehen könnte, bleibt offen. Die Diskussion darüber zeigt aber, dass viele Gläubige und Verantwortliche in der Kirche den Wunsch nach Erneuerung und Anpassung an die heutige Welt teilen.

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