Die katholische Lehre sieht das Leiden und den Tod Jesu Christi am Kreuz als zentrales Erlösungsereignis. Nach dieser Lehre hat Gott seinen Sohn nicht aus Grausamkeit oder mangelnder Humanitä... [mehr]
In der katholischen Lehre gibt es tatsächlich die Vorstellung, dass nach dem Tod eines Menschen sein endgültiges Schicksal – also ob er in den Himmel, ins Fegefeuer oder in die Hölle kommt – im sogenannten „Partikulargericht“ festgelegt wird. Dennoch wird in der katholischen Praxis weiterhin für Verstorbene gebetet, etwa im Rahmen von Fürbitten, Messen oder dem Allerseelenfest. Der Grund dafür liegt in einem besonderen Verständnis von Zeit und Ewigkeit in der katholischen Theologie: 1. **Gottes Ewigkeit und unsere Zeit:** Gott steht außerhalb der Zeit. Für ihn gibt es kein „Vorher“ und „Nachher“ wie für uns Menschen. Unsere Gebete, auch wenn sie zeitlich nach dem Tod eines Menschen gesprochen werden, können nach katholischem Verständnis von Gott „außerhalb der Zeit“ angenommen und auf das Leben oder das Sterben dieses Menschen angewendet werden. 2. **Solidarität und Liebe:** Das Gebet für Verstorbene ist Ausdruck der christlichen Nächstenliebe und Solidarität über den Tod hinaus. Es zeigt, dass die Gemeinschaft der Gläubigen (die „communio sanctorum“) nicht durch den Tod endet. 3. **Hoffnung und Vertrauen:** Auch wenn das Schicksal eines Verstorbenen in Gottes Hand liegt, vertraut man darauf, dass Gott barmherzig ist und unsere Gebete in sein Heilswirken einbezieht. 4. **Fegefeuer (Purgatorium):** Die katholische Kirche lehrt, dass Seelen im Fegefeuer durch die Gebete der Lebenden Unterstützung erfahren können, um schneller zur Anschauung Gottes zu gelangen. Zusammengefasst: Auch wenn das endgültige Schicksal eines Menschen nach katholischer Lehre in Gottes Hand liegt, wird weiter für Verstorbene gebetet, weil Gott außerhalb der Zeit steht und unsere Gebete in sein Heilswirken einbeziehen kann. Es ist ein Ausdruck von Liebe, Hoffnung und dem Glauben an die Gemeinschaft aller Gläubigen – Lebender und Verstorbener.
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