Welche Argumente sprechen dafür, dass eine Sicherstellung ein Verwaltungsakt ist?

Antwort

Eine Sicherstellung kann als Verwaltungsakt betrachtet werden, wenn sie die folgenden Merkmale erfüllt: 1. **Hoheitliche Maßnahme**: Die Sicherstellung erfolgt durch eine Behörde in Ausübung hoheitlicher Befugnisse. 2. **Regelung**: Die Sicherstellung trifft eine verbindliche Regelung, indem sie den rechtlichen Status eines Gegenstands verändert, z.B. durch Entzug des Besitzes. 3. **Einzelfall**: Die Maßnahme bezieht sich auf einen konkreten Sachverhalt und eine bestimmte Person oder einen bestimmten Personenkreis. 4. **Unmittelbare Rechtswirkung nach außen**: Die Sicherstellung hat unmittelbare rechtliche Auswirkungen auf die Rechte und Pflichten der betroffenen Person(en). Diese Merkmale sind in § 35 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) definiert. Wenn eine Sicherstellung diese Kriterien erfüllt, spricht vieles dafür, dass es sich um einen Verwaltungsakt handelt.

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